"Umgekippt wie ein nasser Sack": Warum Ralph Siegel den Jahreswechsel im Krankenhaus verbrachte

Komponist Ralph Siegel (77) wollte seine Schmerzen lindern, aber dann kamen noch welche dazu. Der Star ist gesundheitlich zurzeit vom Schicksal gebeutelt. Sein Prostata-Krebs ist zurückgekommen, er leidet unter der Nervenkrankheit Polyneuropathie und dann hat er noch einen dreifachen Bandscheibenvorfall.

"Ohne nachzudenken"

Letzteres ist besonders schwerzhaft, der Münchner wollte aber für seine eigene Silvester-Party fit werden und nahm viel zu viele Schmerzmittel. Das machte sein Körper nicht mit, er kollabierte und verletzte sich an der Stirn. "Ich bin umgekippt wie ein nasser Sack", erzählte der Musical-Macher der 'Bild'. "Der Grund war eine Tabletten-Überdosis von Morphium und Cortison, die ich mir ohne nachzudenken selbst verabreicht hatte." Vier Tage Krankenhausaufenthalt folgten und seine eigene Party konnte der Patient dann nur vom Krankenhausbett verfolgen. Absagen wollte er sie nicht, seine Freund*innen sollten trotzdem feiern.

Ralph Siegel stürzt sich weiterhin in die Arbeit

Bei all diesen gesundheitlichen Problemen könnte man verstehen, dass Ralph Siegel sich schont und das Leben ruhiger angeht, aber der Musiker denkt gar nicht daran. Er komponiert weiterhin bis spät in die Nacht, die Musik und die Arbeit geben ihm Kraft. "Ich hab wunderbare neue Künstler und Sänger, mit denen ich gerade arbeite, die wir dann im Frühjahr veröffentlichen", erzählte er unlängst dem TV-Magazin 'Brisant'. Aber der Künstler ist sich auch seiner Krankheit bewusst, an der bereits sein Vater mit 61 verstarb. Ralph Siegel möchte, dass Männer bessere Vorsorge betreiben: "Wenn man über die 40 hinaus ist, sage ich immer allen meinen Freunden und Bekannten, macht den PSA-Wert-Test, den es früher nicht gab. Mein Vater wäre auch nicht 61 geworden, sondern 80 oder 90."

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