Umweltfreundlicher als man denkt: Das sind die besten Wäschetrockner

Jennifer Caprarella
·Freie Autorin
·Lesedauer: 4 Min.

Wäschetrockner können handliche Helfer im Haushalt sein und erinnern heute glücklicherweise nicht mehr an die Energiefresser von einst. Wer gute Trockenleistung will, hat die freie Auswahl - wer eine langlebige Maschine ohne nervige Macken will, muss allerdings genauer hinsehen.

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In vielen Haushalten ist ein Wäschetrockner weiterhin eine unabdingbare Haushaltshilfe - doch welches Gerät lohnt sich wirklich? (Symbolbild: Getty Images)

Einen Irrtum können wir gleich mal aus der Welt schaffen: Wäschetrockner haben heutzutage keine schlechte Umweltbilanz. Wer einen Balkon oder Garten zur Verfügung hat und im Sommer seine Wäsche im Freien aufhängen kann, verbraucht natürlich keinen Strom und hat bei guten Wetterbedingungen im Handumdrehen schranktrockene Kleidung.

Im Winter liegt jedoch der Wäschetrockner im Vergleich zum Lufttrocknen eindeutig vorne. Der Grund: Die Verdunstungskälte kühlt den Raum ab, was die Heizungen verstärkt fordert. Hinzu kommt, dass wir mehr lüften müssen, um aufgrund der Feuchtigkeit, die von der Wäsche in die Wohnung gelangt, keinen Schimmel zu riskieren. Dies frisst mehr Energie als eine Runde Trocknen mit modernen Maschinen, die energieeffizient sind und kaum Feuchtigkeit an die Raumluft abgeben.

Mängel zeigen sich vor allem in der Handhabung

Die eindeutig besten Ergebnisse bekommt man mit Wärmepumpentrockner, weswegen diese mit Abstand am häuftigsten in deutschen Haushalten zu finden sind. Stiftung Warentest hat 20 solche Geräte getestet. Die gute Nachricht: Ihre Funktion - das gründliche Trocknen der Wäsche - erledigen alle geprüften Modelle gut, zwei sogar sehr gut. Auch in Sachen Stromverbrauch fiel keines negativ auf.

Unterschiede gab es jedoch vor allem in Sachen Handhabung. Trotz guter Leistung offenbarten einige Exemplare laut Stiftung Warentest “nervige Eigenheiten” wie aufspringende Klappen oder scharfe Kanten am Flusensieb. So schnitten beide Miele-Modelle im Test zwar gut ab, könnten aber in engeren Räumen für Probleme beim Entleeren des Kodenswasserbehälters führen. Sowohl beim Miele TCE520WP als auch beim Modell TDB220WP ließ der sich nicht herausnehmen, wenn die Tür in einem regulären 90-Grad-Winkel geöffnet ist.

Auch halten nicht alle Maschinen, was sie versprechen. Der an vorletzter Stelle platzierte Gorenje-Trockner DE72/G bietet ein spezielles Programm für halbe Waschladungen - eine Ersparnis an Zeit oder Strom konnte im Test allerdings nicht festgestellt werden.

Der Testsieger

Am meisten konnte das Modell T9DE77685 von AEG überzeugen, das die Gesamtnote 1,6 erreichte. Sowohl, was die Trockenleistung (Spitzenbenotung mit 1,4) anbelangt als auch Umwelteigenschaften hat dieser Trockner die Nase vorn. Ein weiterer Pluspunkt ist die Schnelligkeit: Schranktrocken kriegt das AEG-Modell eine volle Ladung in 2 Stunden und 14 Minuten.

Bei der Ausstattung punktet es mit einigen Extras: So erkennt die Trommel beispielsweise den Feuchtigkeitsgrad der Wäsche und wählt auch bei Mischbeladung verschiedener Materialien stets die richtige Temperatur. Noch dazu erwies sich der Trockner im Test als geräuscharm und bedienerfreundlich. Zwar gehört er nicht zu den günstigeren Geräten, dafür hat das A+++-Modell den zweitniedrigsten Stromverbrauch im Test.

Der Preis-Leistungs-Sieger

Wer etwas weniger ausgeben will, fährt mit dem Beko DE8634RX0 (Gesamtnote 1,8) bestens. Das Gerät weist ebenfalls eine exzellente Energieeffizienz auf und erzielt in Sachen Handhabung und Sicherheit Top-Ergebnisse. Für eine gute Trockenleistung (Note 1,7) braucht der Beko indes nur vier Minuten länger als der Testsieger von AEG.

Ein Highlight sind hier vor allem die vielen Sonderprogramme - 16 sind es insgesamt. Wäsche wie Jeans, Wolle, Leinen und Bettdecken haben ihren eigenen Modus. Zudem gibt es ein spezielles Hygiene-Programm, das zum Beispiel Babykleidung oder Wäsche für Allergiker keimfrei halten soll.

Der Umweltschoner

Ein Ergebnis des Warentests: Für ein A+++-Gerät muss man meist etwas tiefer in die Tasche greifen. Bei einer normalen Benutzung - Stiftung Warentest ging von einem vierköpfigen Haushalt aus - geht die Rechnung für den Geldbeutel nicht immer auf - wer jedoch einen Beitrag für die Umwelt leisten will, liegt bei der Miele TCE520WP goldrichtig.

Das Modell ist mit der Note 1,7 zweitplatziert im Gesamtranking, in der Kategorie Umwelteigenschaften siegte es mit 1,3 nach Punkten. Eine exzellente Kondensationswirkung schützt darüber hinaus Zimmer und Möbel vor zu viel Feuchtigkeit, was auch das Raumklima schützt.

Weitere aktuelle Tests:

Den kompletten Test mit allen Ergebnissen im Detail findet ihr hier auf der Seite von Stiftung Warentest (kostenpflichtig)