Umweltschützer retten Schumacher-Kartbahn vor RWE

Ben Barthmann
Sports Editor

Der Erftlandring nahe Kerpen-Manheim darf dank den Umweltschützern und deren Kampf gegen die Abholzung des Hambachers Forsts bestehen bleiben. Michael Schumacher war lange Zeit Teil-Eigentümer der Bahn.

Der Erftlandring ist Trainingsstätte für viele junge Fahrer gewesen. (Bild: Getty Images)

Ursprünglich hatte RWE geplant, die Kartbahn in Folge der geplanten Forst-Abholzung zur Förderung von Kohle abzureißen. Dafür hatte das Unternehmen das Gelände, das zu zwei Dritteln der Schumacher-Familie und zu einem Drittel dem anliegenden Kartclub gehörte, abgekauft.

Aufgrund der anhaltenden Proteste in der Gegend zieht RWE sich nun aber zurück. “Unsere Planung sieht vor, den Restbereich der Steinheide innerhalb des heutigen Abbaubereichs nicht in Anspruch zu nehmen”, bestätigte RWE-Sprecher Guido Steffen dem Express. Entsprechend gehe man davon aus, dass “die in der Steinheide gelegene Kartbahn erhalten werden kann.”

Der 550 Mitglieder starke Kartclub kann das Gelände nun zurückerwerben. Ob sich auf die Schumacher-Familie wieder am Erftlandring beteiligen möchte, ist aktuell noch nicht bekannt.

Schumacher-Familie eng mit Erftlandring verbunden

Der Erftlandring und die Schumacher-Familie sind eng verknüpft. Vater Rolf Schumacher hatte die Bahn einst gepachtet, Michael und Ralf Schumacher drehten hier ihre ersten Runden. Schon mit fünf Jahren feierte er seinen ersten Sieg auf der heute historischen Bahn.

Viele aktuelle und ehemalige Formel-1-Fahrer folgten seinem Beispiel: Auch Ayrton Senna, Mika Häkkinen, Nick Heidfeld oder Sebastian Vettel fuhren bereits auf dem Erftlandring.