Ungebeten: So werden Sie Kellerasseln los

Wer eine Kellerassel über den Küchenboden laufen sieht, ist wahrscheinlich augenblicklich angewidert. Diese kleine, eigentlich unschuldige Kreatur ist nichts, was man bei sich zuhause sehen möchte. Aber auch wenn die Tierchen nicht die schönsten Krabbler der Erde sind – sie tun uns nichts, sondern sind sogar ungemein nützlich!

Tatsächlich machen Asseln nämlich quasi die Drecksarbeit für uns: Sie reinigen und verarbeiten alle Arten von Abfällen im Boden. Aber im Haus hat man die Käfer trotzdem lieber nicht.

Kellerasseln sind nachtaktive Tiere, die nach Futter suchen, sobald die Dämmerung hereinbricht. Sie können ohne Feuchtigkeit und Wärme nicht überleben und sind daher immer an feuchten Orten anzutreffen. Sie sollten also als erstes mögliche Feuchtigkeitsprobleme angehen. Sorgen Sie dafür für eine möglichst gute Belüftung in den Räumen und lassen Sie ausreichend Licht herein. Natürlich kann man zur Ausrottung auch chemische Mittel verwenden, aber es gibt auch umweltfreundlichere Alternativen. Wenn Sie sich also für einen nachhaltigen Weg entscheiden, versuchen Sie Folgendes: 

– Legen Sie Kupferdraht an die Orte, an denen sich die Asseln häufig aufhalten.
– verschließen Sie Belüftungsöffnungen mit engmaschigen Netzen.
– Höhlen Sie eine Kartoffel aus und legen Sie die flache Seite auf die Stelle, wo die Asseln herkommen. Das ist eine leichte Nahrungsquelle für die Tierchen, in der sie sich liebend gerne einnisten. Überprüfen Sie die Kartoffelstückchen regelmäßig auf Asseln und bringen Sie sie nach draußen (sie sind wirklich hervorragende Gartenarbeiter).
– Streuen Sie Zimt oder Salbei aus, den Geruch können Kellerasseln absolut nicht leiden.
– In Gartencentern können Sie verschiedene Fallen und Klebefolien kaufen.

Wem das alles zu anstrengend ist, kann die Asseln auch einfach essen. Sie können sie wie Schnecken in Ihren Salat mischen. Gut durchbraten, um die Bakterien abzutöten. Auch das ist im ersten Moment vermutlich keine wirklich appetitliche Idee, aber die unterschätzten Krabbler sind reich an Kalzium – vielleicht überrascht der Geschmack ja!

Quelle: gartenlexikon