Der Präsident und die Ernährung: Leibarzt mischte Trump heimlich Gemüse ins Essen

"Ist da etwa Gemüse drin?" scheint Trump hier beim Thanksgiving Dinner mit US-Soldaten zu fragen. (Bild: Reuters/Tom Brenner)

Donald Trump ist für seine ungesunde Ernährung berüchtigt. Jetzt gesteht sein ehemaliger Hausarzt, dass er dem US-Präsidenten heimlich Gemüse ins Essen mischte.

Dr. Ronny Jackson, der in den ersten Jahren als Hausarzt des Weißen Haus zuständig für die Gesundheit des US-Präsidenten war, gestand kürzlich, dass er auf Tricks zurückgriff, um Donald Trump von seiner schlechten Ernährung abzubringen. Jackson war landesweit bekannt geworden, als er behauptete, Trump könne 200 Jahre alt werden. Jetzt erzählte der Arzt, wie das Medizinteam versuchte, seinen Teil dazu beizutragen.

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”Er hat durch Bewegung leider nie so abgenommen, wie wir gehofft hatten,” sagte Jackson der New York Times. Also habe man sich andere Strategien ausdenken müssen, um an der Ernährung des Präsidenten zu arbeiten. Diese erinnern allerdings eher an den Umgang mit einem Kleinkind, als mit einem 73-jährigen. Zum Beispiel hätten sie die Eiscreme besser vor Trump versteckt. Und ihm heimlich Blumenkohl in seinen Kartoffelbrei gemischt.

Etwas skeptisch scheint Donald Trump hier schon gegenüber seinem Leibarzt Dr. Ronny Jackson zu sein. (Bild: Jabin Botsford/The Washington Post via Getty Images)

Dr. Jackson hatte bereits unter zwei anderen Präsidenten gedient, doch Donald Trump gab ihm einen Karrierepush, nachdem er den Präsidenten geschickt gebauchpinselt hatte. Im Januar 2018 hatte Jackson in einer Pressekonferenz gesagt, Trump habe “unglaublich gute Gene”. Und dass er bei einer besseren Ernährung leben könnte, “bis er 200 Jahre alt ist”.

Ex-Militärarzt will nun selbst in die Politik

Daraufhin wollte Trump den Arzt sogar zum Chef des Veteranen-Departments befördern. Das scheiterte neben der mangelnden Qualifikation für den Job allerdings daran, dass Jackson wiederholt unprofessionelles Verhalten vorgeworfen wurde. So soll er betrunken zur Arbeit gekommen sein und nicht verschriebene Medikamente ausgegeben haben.

Donald Trump ist bekennender Fast-Food-Fan (Bild: Reuters/Joshua Roberts)

Jackson tritt mittlerweile selbst für ein politisches Amt an. Der ehemalige Navy-Admiral kandidiert im 13. District von Texas für den Kongress. Der Sitz dürfte ihm fast sicher sein, da er traditionell an die Republikaner geht und auch in Texas gesundes Gemüse im Zweifelsfall nur untergeschoben eingenommen wird.

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Die kleinen Gemüseinterventionen scheinen bei Donald Trump indes nicht so recht gefruchtet zu haben. Zuletzt wog der US-Präsident laut offiziellem Gesundheitsbericht wieder zwei Kilogramm mehr. Bei den Empfängen der Siegerteams der Collegemeisterschaften im Weißen Haus posiert er nach wie vor gerne mit riesigen Burger-Bergen.

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