Ungewöhnliche Mode-Kollektion: Namilia überschüttet New York Fashion Week mit Vaginen

Die Kollektion des Designer-Duos von Namilia erregte jede Menge Aufsehen. (Bild: Screenshot Instagram/_namilia_)

Wer bei der New York Fashion Week überall nur noch Vaginen sah, der war nicht etwa von Sinnen, sondern hatte in Wirklichkeit ein scharfes Auge. Denn das Objekt der Begierde war des Öfteren auf dem Laufsteg und hinter den Kulissen der Modewoche zu bewundern.

Schuld daran war vor allem ein Label, das seine ganze Aufmerksamkeit dem Schambereich der Frau widmete und damit die Modenation spaltete. Wer bei der „Indiskrete Juwelen“-Show des in Berlin ansässigen Designer-Duos Namilia war, kam nicht umher, sich mit dem eher ungewöhnlichen Schmuckstück auseinanderzusetzen.

Allein die Einladungskarten des Labels, inklusive Perlenstickereien, ließen erahnen, was die Zuschauer bei dieser Fashion-Show erwarten sollte: Ob als mehrschichtige Puff-Ärmel, als Kragen mit tiefem, fleischfarbenen Ausschnitt oder provokant und für alle sofort sichtbar als kleine Kissenaufnäher auf dem Saum der Kleider – bei Namilia musste man genau hinschauen, um den Stoff zwischen den Vaginen noch wahrnehmen zu können.

Als Inspirationsquelle für die Show mit dem Titel „Indiskrete Juwelen“ diente Nan Lis und Emilia Pfohls der gleichnamige Roman von Denis Diderot aus dem Jahr 1748, der von König Louis XV und sprechenden Vaginen handelt. Die Designerinnen haben sich während ihres Bachelorstudiums an der Universität der Künste in Berlin kennengelernt und sofort eine gemeinsame Mode-Passion entdeckt: „Einfach mal alle Regeln und alle Klischees brechen“ und die Frauenwelt mit ihrem übersexualisierten Design „ermächtigen“.

Geboren war der barocke Intim-Style. Im Interview mit dem Fashionmagazin „Sleek“ erzählt Pfohl: „Viele ältere Frauen sind entsetzt, aber viele jüngere kapieren, was wir damit bezwecken. Wenn wir zum Beispiel einen Penis-BH kreieren, ist es wie eine Mode-Satire, wie eine Art Cartoon.“

Tatsächlich kommt ihre Mode bei den meisten gut an. Pfohl im Interview: „Wir würden am liebsten in Los Angeles arbeiten. Wir waren bereits für sechs Wochen in Hollywood und wurden fantastisch aufgenommen. In LA ist alles so gechillt und spaßig.“

Es scheint, als stehen den Mädels rosige Zeiten bevor …