Unterwäschemarke Victoria's Secret wechselt den Besitzer

Demonstration gegen Sexismus vor Victoria's Secret-Geschäft

Die für ihre aufwendigen Dessous-Modenschauen bekannte US-Unterwäschemarke Victoria's Secret wechselt den Besitzer: Ihr Mutterhaus L Brands verkaufte das Unternehmen für rund 1,1 Milliarden Dollar (eine Milliarde Euro) an Sycamore Partners. Der unter Sexismusvorwürfen stehende Unternehmenschef Lex Wexner tritt von seinem Posten zurück, bleibt aber im Verwaltungsrat.

Der 82-jährige Wexner hatte L Brands 1963 gegründet und 1982 Victoria's Secret übernommen. Er war zuletzt wegen Vorwürfen einer frauenfeindlichen und sexistischen Kultur in dem Unternehmen sowie seiner Verbindungen zu dem wegen Kindesmissbrauchs verurteilten und im August im Gefängnis gestorbenen Finanzmann Jeffrey Epstein in die Kritik geraten. Kritiker werfen Victoria's Secret zudem immer wieder mangelnde Vielfalt in der Auswahl seiner Models sowie die Behandlung von Frauen als Sexobjekt vor.

Die Unterwäschemarke Victoria's Secret wurde zuletzt von Sexismusvorwürfen überschattet. (Bild: Jeff Neira via Getty Images)

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Jahrelang hatte die Unterwäschemarke extrem aufwendige und glamouröse Modenschauen mit leichtbekleideten Topmodels veranstaltet. Im Zuge der MeToo-Bewegung erklärte sie im November 2019 das Ende dieser Shows. In jüngster Zeit gingen die Umsätze bei Victoria's Secret deutlich zurück, der Wert der Aktie fiel auf ein Viertel der Höchstmarke von 2015.

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