Upcycling mal anders: Japanische Künstlerin macht Kleidung aus Gummibändern

Wenn man sich die Designs von Rie Sakamoto ansieht, würde man vermuten, dass sie aus Leinen oder grober Wolle gestrickt sind. Tatsächlich fertigt die Japanerin ihre Mode jedoch aus kleinen Gummibändern.

Kann man damit stricken? Eine japanische Künstlerin hat es gewagt (Symbolbild: Getty Images)

Gummibänder sind kein Einwegsprodukt. Wir benutzen die kleinen Ringe in der Regel so lange, bis wir sie irgendwann beim Verschließen einer Verpackung, beim Zusammenheften von Papieren oder beim Papierkügelchen-Schießen einmal zu stark dehnen und sie reißen. Dann landen sie unweigerlich im Abfall und werden zu Müll.

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Wenn Rie Sakamoto sie nicht in die Finger bekommt. Die Japanerin ist Kunststudentin und macht aus den kleinen Gummibändern tatsächlich tragbare Mode.

Sakamoto ist Studentin an der Tama Art Universität in Japan und beschloss, sich für ihre Abschlussarbeit der kleinen Gummiringe anzunehmen, die zwar in so gut wie jedem Haushalt vorhanden sind, denen bisher in Sachen Funktionalität allerdings wenig Beachtung geschenkt werden.

Rie Sakamoto fand jedoch, dass die Bänder mehr können als Gegenstände zusammenzuhalten. Neben der offensichtlichen Flexibilität des Materials fand sie darin eine beeindruckende Undurchsichtigkeit, Vielseitigkeit und auch Schönheit, die sie künstlerisch umsetzen wollte.

Sie experimentierte mit dem Material und beschloss schließlich, Kleidung daraus zu fertigen. Sie knüpft dafür unzählige der kleinen Gummibänder zusammen und strickt damit Kleider, Pullover oder Cardigans.

Zu Beginn des Jahres wurden ihre Designs im Rahmen einer Gruppenausstellung mehrerer Studenten der Kunst-Universität in Tokyo ausgestellt.