Urlaub in Corona-Zeiten: Briten blicken neidisch auf Deutsche

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LONDON/DUBLIN (dpa-AFX) - Angesichts der noch immer unklaren Regeln für Reisen im Sommer wächst in Großbritannien der Ärger über die Regierung - und der Neid auf deutsche Urlauber. Der Flughafenbetreiber Manchester Airport Group (MAG) und die irische Airline Ryanair reichten deswegen Klage ein, wie MAG am Donnerstag mitteilte. Ziel sei, die Regierung in London zu mehr Transparenz bei der Kategorisierung von Reiseländern zu zwingen, hieß es.

In Großbritannien gib es ein Ampelsystem für Reiseländer, doch die beliebtesten Urlaubsziele der Briten wie Spanien, Italien und Griechenland sind - neben Deutschland und allen anderen EU-Ländern - noch immer auf gelb, was mit aufwendigen Test- und Quarantänevorschriften bei der Rückkehr verbunden ist. Dabei haben einige dieser Länder inzwischen niedrigere Corona-Fallzahlen als das Vereinigte Königreich. Eine Neubewertung soll spätestens am 28. Juni erfolgen.

Die Gründe für die Einstufung seien nicht nachvollziehbar, kritisierte MAG-Chef Charlie Cornish der Mitteilung zufolge. "Wir können einfach nicht verstehen, wie die Regierung Entscheidungen trifft, die grundlegend sind für unsere Fähigkeiten, zu planen und unsere Kunden in die Lage zu versetzen, Reisen zu buchen."

Die BBC berichtete am Donnerstag über die Reiselust der Deutschen, mit denen man sich nun nicht mehr nur im Wettstreit um die beste Badeliege sieht. Die Sorge wächst, dass für Briten am Ende nur teure oder schlechtere Hotelzimmer übrig bleiben. "Deutsche Kunden landen in Jumbo Jets, die nach Mallorca geschickt werden und die Hotels füllen sich", warnte der BBC zufolge der Chef des ausschließlich aus Großbritannien operierenden Urlaubsfliegers Jet 2, Steve Heapy.

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