Verheerende Umweltbilanz: Teslas Bitcoin-Deals sorgen für dicke Luft

teleschau
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Elon Musk will eigentlich für grüne Mobilität sorgen. Die Bitcoin-Deals seiner Firma Tesla haben jedoch eine verheerende Klimabilanz, wie Analysten der Bank of America errechnet haben. (Bild: 2020 Getty Images/Maja Hitij)
Elon Musk will eigentlich für grüne Mobilität sorgen. Die Bitcoin-Deals seiner Firma Tesla haben jedoch eine verheerende Klimabilanz, wie Analysten der Bank of America errechnet haben. (Bild: 2020 Getty Images/Maja Hitij)

Elon Musk, selbsternannter "Technoking of Tesla" und "Master of Coin", will mit seinen Elektrofahrzeugen emissionsfreie Mobilität etablieren. Doch unsaubere Deals mit Kryptowährungen sorgen für dicke Luft: Sie verursachen mehr CO2 als Millionen Verbrenner-Autos.

Mit seinem Ruf als Architekt der Zukunft, seinem Status als einer der aktuell reichsten Menschen der Welt und rund 45 Millionen Followern auf Twitter hat Elon Musks Wort wahrhaft Gewicht.

Wenn der selbsternannte "Technoking of Tesla" und "Master of Coin" etwas oder jemanden in einem Tweet erwähnt, wird das öffentlichkeitswirksam auf die Goldwaage gelegt. Anleger und Börsen reagieren jedenfalls mitunter extrem auf Musks Äußerungen, was dem Multimilliardär immer wieder Ärger mit der Börsenaufsicht oder Investoren einbringt. Der Vorwurf: Durch sein "erratisches" Vorgehen manipuliere der moderne König Midas die Kurse.

So auch Anfang des Jahres: Als der Chef des derzeit wertvollsten Autounternehmens der Welt den simplen Hashtag "#Bitcoin" in seiner Twitter-Bio platzierte, führte das dazu, dass der Wert der volatilen Kryptowährung auf ein Rekordhoch schoss.

Dass sich Musks Firma Tesla mit Bitcoins im Gegenwert von 1,5 Milliarden Dollar eingedeckt hatte, hat nicht nur einen faden Beigeschmack, weil unklar ist, ob der Deal vor oder nach den Tweets getätigt wurde. Der Kauf war auch ökologisch gesehen ein Desaster.

Energiehungrig und volatil

Analysten der Bank of America haben die Klimabilanz von Bitcoin-Deals auf Autos umgerechnet und sind zu einem erschreckenden Ergebnis gekommen. Demnach wird beim extrem energiehungrigen Handel der Kryptowährung im Wert von einer Milliarde US-Dollar so viel Kohlendioxid freigesetzt wie von 1,2 Millionen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor in einem Jahr. Mit Blick auf das Tesla-Invest in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar entspricht das der CO2-Bilanz von 1,8 Millionen Verbrennern.

"Bitcoin's dirty little secrets" heißt der Bericht der Analysten, der der Kryptowährung ein vernichtendes Zeugnis ausstellt - ökologisch und ökonomisch. Bitcoins seien sehr volatil und deshalb "als Vermögensanlage und Zahlungsmechanismus unpraktisch", heißt es darin weiter.