Verletzungsgefahr: Das sollten Hundebesitzer bei Leine und Halsband beachten

Gassi gehen mit dem Hund ist eigentlich gesund. Bewegung, viel frische Luft und der Vierbeiner hat auch noch Spaß dabei. Immer mit dabei: Leine und Halsband natürlich. Doch was der Sicherheit des Hundes dient, birgt für den Halter oft ein unterschätztes Risiko.

Beim Gassi gehen sollte die Leine nicht um das Handgelenk oder die Finger gewickelt werden. (Symbolbild: Getty Images)

So mancher Hundebesitzer hat einen mustergültigen Begleiter. Immer korrekt bei Fuß tanzt dieser vierbeinige Freund niemals aus der Reihe. Andere dagegen tragen beim täglichen Gassigang einen permanenten Kampf um die Vorherrschaft der Leine aus. Der Hund zieht und zerrt, der Halter brüllt und schwitzt. Als argloser Spaziergänger und unfreiwilliger Zeuge denkt man sich oft: Das kann doch für beide nicht gesund sein ...

BSSH warnt vor ernsten Handverletzungen

Ist es auch nicht. Natürlich findet es der Hund nicht gerade lustig, wenn der Mensch permanent mit verlängertem Arm versucht, die Kontrolle zu gewinnen. Doch auch für den Halter kann das Kräftemessen unangenehme - und vor allem - schmerzhafte Folgen haben. Denn Halsband und Leine würden bei falscher Anwendung ernste Handverletzungen verursachen, warnt die “British Society for Surgery of the Hand” (BSSH - Britische Gesellschaft für Handchirurgie).

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Der Kampf um Leine und Halsband kann mit Schnittwunden und Reibungsverbrennungen glimpflich ausgehen. Oder der Besitzer muss im schlimmsten Fall die nächsten Wochen mit einer Gipshand und, sehr wahrscheinlich, ohne Hund spazierengehen. Tatsächlich überwiegen laut den britischen Chirurgen die Verletzungen mit ernsteren Folgen, bei denen die vollständige Genesung bis zu einem Jahr dauern kann. Einer der gängigsten Unfälle sei beispielsweise eine Fraktur der Fingerknochen.

Hinweise für den korrekten Umgang mit Halsband und Leine

Damit es gar nicht erst so weit kommt, gibt die BSSH Hundebesitzern Hinweise für den korrekten Umgang mit Leine und Halsband an die Hand. So sollten sie etwa niemals die Leine um das Handgelenk oder die Finger wickeln. Auch das “Einhaken“ der Finger unter dem Halsband gilt es zu vermeiden. Die Gesellschaft empfiehlt, große Hunde, wenn möglich, an die kurze Leine zu nehmen. Denn: Wenn die Hunde lernen, ohne Zerren an der kurzen Leine zu laufen, sollte es erst gar nicht zu einem ungleichen Kräftemessen kommen.

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