Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Dieses WhatsApp-Feature sollten Sie kennen!

Willy Flemmer
Freier Autor für Yahoo

Wer hat sich nicht schon mal über die Gruppenchat-Funktion bei WhatsApp geärgert? Ist man erstmal Mitglied einer Gruppe, kann man der Nachrichtenflut nur mit einem radikalen Schritt entrinnen: die Gruppe wieder verlassen. Mit einem neuen Feature bekommt der Nutzer mehr Kontrolle in die Hand.

WhatsApp: Mehr Kontrolle für Nutzer in den Gruppenchats (Bild: Getty Images)

Der Kommunikationsdienst WhatsApp ist aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Jeder kennt die App, fast jeder auf der Welt benutzt sie und ebenso viele kennen ihre Funktionspalette aus dem Effeff. Oder doch nicht? Tatsächlich gilt auch hinsichtlich WhatsApp, was für vieles im Alltag und in der digitalen High-Tech-Welt im Besonderen gilt: There's more than meets the eye – es steckt mehr dahinter, als man auf Anhieb erkennt. Anders ausgedrückt: Mit der App der Facebook-Tochter kann der Nutzer einiges mehr, als mit Freunden und Verwandten Nachrichten austauschen. Eine praktische Funktion möchten wir im Folgenden kurz vorstellen.

Segen und Fluch des Gruppenchats

Ein Feature, das sich bei WhatsApp-Nutzern einer großen Beliebtheit erfreut, ist der Gruppenchat. Viele wissen aber auch um seine Schattenseiten. Ein Nachteil ist folgender: Wurde man in eine Gruppe aufgenommen, dauert es nicht lange, bis man die Mitgliedschaft bereut. Der Menge an Nachrichten, mit der die Mitglieder die Gruppe zu bereichern glauben, kann man nicht entrinnen. Es sei denn, man entscheidet sich für einen radikalen Schritt, nämlich den Chat zu verlassen. In dem Fall könnte man sich allerdings den einen oder anderen Vorwurf einhandeln, etwa: Der/Sie mag uns nicht mehr. Den/Sie interessiert das Thema nicht. Er/Sie ist ignorant, gleichgültig und so weiter und so fort.

Teil dieses Problems war lange die fehlende Kontrolle des Nutzers. Jeder konnte jeden in einen Gruppenchat einladen. Deshalb haben die Macher von WhatsApp Anfang dieses Jahr eine grundlegende Änderung im Einladungssystem vorgenommen. Mit ihr soll der Nutzer mehr Kontrolle in die Hand bekommen. "Immer mehr Personen verwenden Gruppen, um wichtige Chats zu führen, und infolgedessen haben Benutzer um mehr Kontrolle über deren Nutzung gebeten", heißt es auf dem Blog von WhatsApp am 3. April. "Aus diesem Grund stellen wir heute ein neues Einladungssystem in Form einer Datenschutz-Einstellung vor, mit der du bestimmen kannst, wer dich Gruppen hinzufügen kann."


So können Sie die neue Funktion aktivieren

Die Aktivierung des Features erfolgt über "Einstellungen". Hier muss der Nutzer auf "Account", anschließend auf "Datenschutz" und schließlich auf "Gruppe" tippen. Nun hat er drei Auswahlmöglichkeiten, nämlich zwischen "Niemand", "Meine Kontakte" oder "Jeder". Entscheidet er sich für die erste Option, muss er jeder Gruppeneinladung vorher zustimmen. Im Falle von "Meine Kontakte" können ihn nur Nutzer aus seinem Adressbuch hinzufügen. In dem Fall muss ihm die Kontaktperson die Einladung über einen persönlichen Chat senden. Die kann er innerhalb von drei Tagen annehmen oder nicht. Und bei "Jeder" schließlich ist jeder frei, einzuladen, wen er will.