Verweigerte Abtreibung auf Malta: Amerikanerin jetzt in spanischem Krankenhaus

Ein Amerikanerin mit einer unvollständigen Fehlgeburt ist von Malta nach Mallorca gebracht worden. Sie wird dort behandelt, weil aus maltesischer Sicht jede weitere ärztliche Behandlung eine verbotene Abtreibung gewesen wäre. Der Lebensgefährte der Frau, Jay Weeldreyer, sagte: "Sie ist erschöpft, aber auch erleichert. Körperlich ist sie stabil, sie ist hier sicher. Sie muss die Schwangerschaft abbrechen, deshalb werden jetzt Wehen ausgelöst. Heute Abend wird damit begonnen, dann beginnen die Kontraktionen und dann die restliche Fehlgeburt."

Das Paar hatte eigentlich einen Babyurlaub auf Malta verbringen wollen. Die Frau hatte einen vorzeitigen Blasensprung erlitten. Der Fötus in der 16. Schwangerschaftswoche hatte nach Angaben der Ärzte keine Überlebenschance mehr.

Weil aber noch ein Herzschlag zu messen war, durften die Ärzte den Fötus aber nicht entfernen - das wäre nach maltesischem Recht eine verbotene Abtreibung gewesen. Das Paar wollte mit der Behandlung aber nicht mehr warten, um die Gesundheit der Frau nicht weiter zu gefährden.

Der Fall hatte auf Malta für Proteste von Abtreibungsbefürwortern gesorgt. Sie halten das derzeitige Recht für nicht zeitgemäß, weil es keine Regelungen zum Schutz der Mutter vorsieht. Allerdings haben die beiden größten Parteien der Insel bisher jede Änderung des Rechts abgelehnt.

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