Vierfach-Mutter postet Multitasking-Foto – das Netz ist baff

Franziska Schwarz
Freie Autorin

Gleich nach der Geburt alles besser im Griff haben als andere Mütter und stylishe Bilder vom Familienleben auf Instagram posten? Eine junge Mutter aus Kalifornien unterläuft diesen Anspruch jetzt nonchalant – und trifft damit einen Nerv.

Jazmyne Futrell ist eine Mutter von vier Kindern (Bild: Facebook/Mixed Mom Brown Babies)

Am Herd stehen und Nudelsuppe kochen, gleichzeitig das sieben Monate alte Baby stillen und dem Siebenjährigen Sohn Fragen zu den Hausaufgaben beantworten – wer kriegt das schon elegant hin? Jazmyne Futrell aus Kalifornien – wie viele andere Menschen auch – vermutlich nicht. Aber die 31-Jährige ist, anders als viele “Mommy-Life-Influencer” wenigstens ehrlich, was den Mütter-Stress angeht. Mit einem aktuellen Facebook-Post dazu sorgt sie gerade für Aufsehen.

Auf dem Multitasking-Foto sind auch Futrells dreijährige Tochter und ihr fünfjähriger Sohn abgebildet  die bei der Aufnahme zum Glück gerade nicht ihre Bedürfnisse anmelden, sondern sich am Tablet beschäftigen.

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Die junge Mutter schreibt zu dem Post zum einen an ihre kinderlosen Freunde:

“Ihr geht um 21 Uhr ins Bett? Meine Tochter kann vor 23 Uhr nicht einschlafen.”

Und an ihre Bekannten, die bereits Nachwuchs haben:

“Ihr geht erst um 21 Uhr ins Bett? Ich kann kaum länger als bis 20:30 Uhr wach bleiben.”

Yahoo Lifestyle erklärte Futrell näher, wie es zu ihrem Posting kam: “Ich sollte nicht kochen und gleichzeitig mein Baby halten. Meinem Sohn hängen die Fransen ins Gesicht, weil ich keine Zeit hatte, seine Haare zu flechten, und meine anderen Kinder lungern auf dem Foto auf dem Boden herum. In den sozialen Medien fehlt es in Sachen Mutterschaft an Echtheit.”

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Die Offenheit der jungen Mutter, die an postnatalen Depressionen litt, stößt im Netz auf viel Verständnis. Ein männlicher Facebook-User kommentiert:

“Ich habe vier Kinder, und kann mich glücklich schätzen, wenn ich um 22 schlafe und es um 5 Uhr wieder aus dem Bett schaffe!”

Im Netz wird die Vierfach-Mama nach ihrem Post sogar als “Rockstar” gefeiert. Das hat einen guten Grund: Kürzlich sei sie mit ihrem Ehemann und ihren Kindern in einem Einkaufszentrum gewesen, sagte die 31-Jährige zu Yahoo Lifestyle. Dort habe ihr Partner kurz die Kinder “übernommen”, damit sie sich in einer eher kinderunfreundlichen Abteilung in Ruhe umsehen konnte. Das Ergebnis? Eine Laden-Mitarbeiterin teilte ihr ungefragt mit, was für einen tollen Ehemann sie habe, der die Kinder hüte, “damit Sie shoppen können.”

“Ich habe meinen Ehemann an dem Tag nicht als Babysitter engagiert –  er muss laut Gesetz Sorge für seine Kinder tragen”, sagte Futrell schlagfertig. “Die Messlatte liegt für Väter niedrig.”

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