Wasserfall-Sturz kostete Wanderin fast das Leben - Video hielt alles fest

Ben Barthmann
freier Sportjournalist

Die Volleyballerin Heather Friesen hat im Sommer 2016 einen schweren Sturz überstanden. Weil sie auf ihrem Helm eine Kamera trug, kann sie den beinahe tödlichen Moment immer wieder erleben.

Hawaii ist bekannt für seine vielen beeindruckenden Wasserfälle. (Symbolbild: Getty Images)

Auf den ersten Blick ist der Instagram-Account von Heather Friesen nicht fern vom Durchschnitt. Sie zeigt sich mit Freundinnen beim Sport, beim Feiern und ganz besonders gerne bei ihrem großem Hobby: Dem Wandern.

Doch ein Bild macht stutzig. Die 26-Jährige teilte es vor kurzer Zeit und schrieb dazu: “Narben. Wir alle haben sie. Manchmal sind es schlechte Erinnerungen, manchmal bringen sie uns zum Lachen. Ich habe einige Narben in einem der schrecklichsten Momente meines Lebens erhalten.”

Touristen-Attraktion wird Wanderin fast zum Verhängnis

Jener Moment ereignete sich im Sommer 2016. Friesen war auf Hawaii und nahm an der “Ka’au Crater”-Wanderung teil. Eine Aktivität, die viele Touristen anzieht, wird durch die wunderschöne Natur rund um Honolulu zu Fuß erkundet.

Auf der Wanderung warten zahlreiche Wasserfälle. Einem dieser Abgründe kam Friesen zu nahe. Sie rutschte aus, konnte sich nicht mehr halten und stürzte mehr als 15 Meter in die Tiefe.

Aufgenommen wurde die ganze Szenerie von der Kamera, die sie auf ihrem Helm trug. Verstörende Bilder, die nur einen Eindruck von dem vermitteln, was Friesen in diesen Sekunden erlebte.

Heather Friesen brach sich zehn Rippen und das Schulterblatt

“Man soll von dort nicht ins Wasser springen, da es nur hüfthoch ist. Wenn man schlecht landet, kann man sterben”, ordnete die Sportlerin später im Gespräch mit dem World of Female Sports Podcast ein.

Sie überlebte den Sturz mit zehn Rippenbrüchen, einem zerstörten Schulterblatt, diversen tiefen Fleischwunden und einer kollabierten Lunge. Nur weil die Rettungskräfte schnell vor Ort waren, kann Friesen heute von ihrem Unfall berichten.

Nahtoderfahrung während Sturz vom Wasserfall

Im Moment des Falls erlebte sie einen fast schon klischeehaften Moment: “Die Zeit lief ganz langsam. Ich habe angefangen, darüber nachzudenken, ob alle sauer auf mich sein würden. Meine Familie war so weit weg, sie hätten sich alle Sorgen um mich gemacht.”

Sie habe auch darüber nachgedacht, wie ihr damaliger Freund, heute Ehemann, von ihrem Schicksal erfahren würde. Doch wie ein Wunder wurden diese Gedanken nie Realität: “Man erzählte mir, dass von dort schon andere gestürzt waren. Sie sind alle gestorben.”

Als der Helikopter sie aus dem Wald gehoben habe, sei das der “friedlichste Moment” ihres Lebens gewesen. Mit Schaudern wird sie allerdings zurückdenken an die wenigen Sekunden, die ihre Kamera aufzeichnete.

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