Von Gel bis Shellac: So machst du dir zu Hause die perfekten Nägel

Nina Baum
Freie Autorin für Yahoo Style
Heutzutage gibt es einige Optionen, wenn es um die perfekte Maniküre geht. (Symbolbild: Getty Images)

Schöne und gepflegte Nägel lassen sich nicht nur im Nagelstudio zaubern. Die Beauty-Branche bietet mittlerweile unzählige Möglichkeiten für die perfekte Maniküre zu Hause. Hier findest du heraus, welche Methode am besten zu dir passt.

Gel

Künstliche Gel-Nägel sind deswegen so attraktiv für viele Frauen, weil die Nägel damit nicht nur einen Farbanstrich, sondern auch eine Verlängerung bekommen. Die Prozedur ist allerdings etwas aufwendig. Hierbei wird eine Gelschicht aus drei Lagen aufgetragen und jeweils unter einer UV-Lampe ausgehärtet. Danach werden die Nägel nach Belieben lackiert und bekommen noch einen glänzenden oder matten Topcoat. Der Vorteil: Das Ganze hält bis zu vier Wochen. Allerdings lässt sich spätestens ab Woche zwei erkennen, dass der Naturnagel nachwächst.

Wer sich selbst an Gel-Nägeln versuchen möchte, braucht nicht nur Fingerspitzengefühl, sondern auch das nötige Equipment. Dieses lässt sich zum Beispiel als Set online beschaffen. Voll ausgestattet ist man unter anderem mit einem UV-Lichthärtungsgerät sowie Aufbau- und Versiegelungsgel, Plastiknägeln, Nagelkleber, Pinsel, Feile, Schleifblock und Nagelknipser.

Shellac

Im Gegensatz zur Gel-Variante werden bei Shellac keine Kunstnägel angebracht, sondern lediglich ein Lack aufgetragen. Dementsprechend kann nicht mit einer Verlängerung der Nägel, aber mit lang anhaltender Farbe gelockt werden. Rund zwei Wochen soll die Farbe mit makellosem Glanz halten.

Auch Shellac besteht aus mehreren Schichten: Basecoat, Farbschicht und versiegelnder Topcoat. Diese werden jeweils unter einer LED-Lampe in nur wenigen Sekunden ausgehärtet. Ähnlich wie bei Gel-Nägeln lassen sich auch für die Shellac-Variante online diverse Sets zum Selbermachen inklusive Lampe finden.

Mittlerweile gibt es viele Angebote rund um UV-Sets, mit denen sich Gel-Nägel auch zu Hause machen lassen. (Symbolbild: Getty Images)

LED

LED-Nägel eignen sich besonders für lange Clubnächte. Denn die besondere Optik sorgt für einen aufregenden Lichteffekt – passend zum Party-Outfit. Der Trend wurde von der südkoreanischen Nageldesignerin Park Eunkyung erfunden, die auf ihren durchsichtigen Nägeln kleine LED-Lichter anbrachte.

Um diesen Look nachzumachen, müssen LED-Lichter mit einem kleinen Stäbchen durch die Nägel gestochen und auf der Rückseite mit einem Gegenstück gestützt werden. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um eine permanente Maniküre, sondern um ein kurzes Tragevergnügen.


“Ich habe LED auf meinen Nägeln.”

UV-Nagellack

Der UV-Nagellack verspricht, die Vorteile von Gel-Nägeln und klassischen Nagellacken zu vereinen. Hierbei handelt es sich nämlich um eine Mischung aus Lack und Gel. Aufgrund der festen Konsistenz hält diese Art von Nagellack rund drei Wochen und verstärkt auch den Naturnagel. Zudem kann der Lack nicht zerkratzen oder absplittern.

Ein Nachteil: Wie bei klassischen Gel-Nägeln kommt auch hier der Naturnagel zum Vorschein, sobald dieser nachwächst. Dann ist es wieder Zeit für eine neue Maniküre. Für diese werden sowohl ein beliebiger UV-Nagellack als auch eine Lampe benötigt, die mit ultravioletten Strahlen auf den Lack einwirkt.

Der klassische Standard-Nagellack ist nach wie vor ein beliebtes Produkt für die Beauty-Routine. (Symbolbild: Getty Images)

Standard-Nagellack

Was das lang anhaltende Farberlebnis angeht, kann der klassische Nagellack natürlich nicht mit seinen Konkurrenten mithalten. Das Lackieren auf die simple Art und Weise bietet aber trotzdem einige Vorteile. Es ist kostengünstig und benötigt nicht so viel Feingefühl wie etwa die Arbeit mit Gel-Nägeln. Außerdem kann sich die Trägerin spontan für eine andere Farbe oder eben komplett dagegen entscheiden. Denn der Standard-Lack lässt sich mit Nagellackentferner ganz einfach entfernen. Das ist bei keiner der anderen Varianten der Fall.

Mittlerweile gibt es auch viele Beauty-Marken, die auf Nachhaltigkeit setzen – eben auch beim Nagellack. Deswegen sollte auf die “Free”-Deklaration geachtet werden, die zeigt, welche Lacke deutlich weniger bedenkliche Inhaltsstoffe wie chemische Farbstoffe und Weichmacher enthalten.