Wann ist die beste Zeit für Kaffee?

·Freie Journalistin
·Lesedauer: 2 Min.

Je nach Veranlagung, konsumierter Menge und Uhrzeit kann Kaffee ein toller Muntermacher sein. Manchmal macht das schwarze Gold aber auch nervös und raubt uns den Schlaf. Um herauszufinden, was für dich das Beste ist, solltest du genau auf deinen Körper hören.

Wie der Körper auf Kaffee reagiert, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. (Bild: Getty Images)
Wie der Körper auf Kaffee reagiert, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. (Bild: Getty Images)

Manche kommen morgens ohne ihn gar nicht erst in die Puschen, andere trinken ihn gerne nach dem Essen oder zum gemütlichen Nachmittags-Plausch: 2020 tranken die Deutschen im Schnitt 168 Liter Kaffee pro Kopf. Zum einen sicherlich wegen des Geschmacks, zum anderen aber auch, weil das enthaltene Koffein wach macht. Es dockt an den sogenannten Adenosinrezeptoren an und verdrängt damit den müde machenden Botenstoff Adenosin. Neben dem Wachgefühl steigen auch die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit. 

Die einen werden munter, die anderen nervös

Doch es gibt auch Menschen, die auf Kaffee weniger positiv reagieren, Schweißausbrüche bekommen, zittern, nervös werden, Übelkeit verspüren und nachts nicht in den Schlaf finden. Solche Reaktionen zeigt der Körper vor allem bei übermäßigem Konsum. Doch wie der Körper reagiert, ist von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich und kann von mehreren Faktoren abhängen.

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Alter und Tageszeit

Laut einer 2016 vom National Center for Biotechnology Information in Maryland veröffentlichten Studie konnten junge Erwachsene, die regelmäßig Kaffee tranken, ihre Leistungen am besten mit einem morgendlichen Kaffee pushen. Die Studenten absolvierten jeweils um 6 Uhr morgens und um 14 Uhr einen Test, bei dem sie sich bestimmte Dinge merken mussten. Die Gruppe der Studenten, die vor dem morgendlichen Test einen Kaffee bekamen, schnitt besser ab als diejenige ohne Koffeinzufuhr. Nachmittags beobachteten die Forscher dagegen keinen signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen. 

Bei älteren Probanden sah das in einer anderen Untersuchung aus dem Jahr 2002 aber ganz anders aus. Die Probanden mit einem Alter von 65 + zeigten im Verlauf des Tages immer schlechtere Ergebnisse bei einem Gedächtnistest. Tranken sie 30 Minuten vor dem Test aber einen Kaffee, war ihre Leistung am Nachmittag so gut wie am Vormittag.

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Jeder Körper reagiert anders

Der wachmachende Effekt von Kaffee tritt meist nach 15 bis 30 Minuten ein und kann dann, individuell verschieden, eine bis zu etwa sechs Stunden anhalten. Wer also weiß, wann an einem wichtigen Tag die Konzentration besonders hoch sein sollte, kann sich seinen Kaffee entsprechend einteilen. "Huffpost.com" zitiert Zhaoping Li, Professorin an der University of California, aber mit diesem Tipp: "Der beste Rat, den ich meinen Patienten geben kann, ist der, einfach auszuprobieren, was für sie am besten funktioniert." Denn wie der Körper zu welcher Zeit auf das Koffein reagiert, hängt neben dem Alter auch von den Genen und sogar der Kultur ab, der man sich zugehörig fühlt.

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