Warum bleiben Paare zusammen? Das ist einer der Gründe

Julia Weiß
Freie Journalistin

Sich Hals über Kopf zu verlieben ist nicht schwer. Das Liebesglück danach für Jahre aufrecht zu erhalten – das ist tricky. Warum schaffen manche Paare das und die anderen nicht? Forscher der US-Elite-Universität Yale haben einen überraschenden Faktor ausgemacht.

Eine Yale-Studie wirft einen neuen Blick auf das Hormon Oxytocin. (Symbolbild: Getty Images)

Eine aktuelle Studie der Yale University im US-Bundesstaat Connecticut ist der Frage nachgegangen, was zu einer guten Beziehung beiträgt. Sie befragten dafür 178 verheiratete Paare im Alter von 37 bis 90 Jahren eingehend über ihre Gefühle in ihrer Partnerschaft. Außerdem nahmen sie Speichelproben.

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Das Ergebnis: Die Gene sind mitverantwortlich! Am zufriedensten in ihrer Beziehung waren den Forschern zufolge nämlich Paare mit einer bestimmten Kombination von Hormon-Rezeptoren. Genauer gesagt geht es um den Rezeptor des Hormons Oxytocin, von dem es die drei Varianten AA, AG und GG gibt.

Der Fokus der Yale-Studie ist neuartig

Menschen, die entweder die GG-Variante selbst oder einen Partner mit dieser Variante hatten, waren glücklicher in ihrer Ehe als Paare, bei denen nur die Varianten AA oder AG vorkamen. “Diese Studie belegt, dass unsere Gefühle zu unserem Partner von mehr beeinflusst werden als den gemeinsamen Erfahrungen in der Partnerschaft”, erklärt Studienleiterin Joan Moan auf der Yale-Webseite.

Studie: Das ist laut Experten der ideale Altersunterschied für eine gute Beziehung

Das Hormon Oxytocin wird unter anderem beim Orgasmus ausgeschüttet, senkt den Blutdruck und mindert Stress. Das Hormon und seine Rezeptoren sind gut erforscht: Frühere Untersuchungen kamen zum Beispiel zu dem Schluss, dass Menschen mit der GG-Variante emotional stabiler, empathischer und sozialer waren. Der Fokus der Yale-Studie ist aber neuartig.

Weitere Studien zu dem Thema in Planung

Keine Panik, falls das Liebesglück angesichts dieser News noch ein Stück weiter in die Ferne zu rücken scheint: Die Entdeckung des GG-Faktors ist zwar wichtig und soll nun zu weiteren Untersuchungen führen. Die Yale-Forscher erklären aber auch, dass er zwar ein signifikanter Faktor für eine gute Beziehung sei  – mit 4 Prozent aber nicht riesig. Und: Es ist bereits von Vorteil, wenn nur einer in der Beziehung die Rezeptor-Variante hat.

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