Warum bei einer Weinverkostung die Nase genauso wichtig ist wie der Mund

Vor dem ersten Schluck sollte man den Geruch auf sich wirken lassen. (Bild: Getty Images)

Für die richtige Weinverkostung gibt es viele Tipps von Kennern und Experten: Den Wein gegen das Licht halten, ihn im Glas schwenken, den ersten Schluck lange im Mund behalten. Ein Ex-Model verrät nun, dass die wichtigste „Kostprobe“ nicht über Auge oder Gaumen, sondern über die Nase läuft.

„Bei der ganzen Sache, wie man Wein verkostet, geht es in Wirklichkeit um das Riechen.“ Der Satz stammt von Ruth Spivey, einem ehemaligen Model, das heute als Wein-Expertin und Gastronomie-Kritikerin arbeitet. In der britischen Zeitung „The Guardian“ verriet die 37-Jährige nun, wie sie bei der Verkostung von erlesenen Weinen vorgeht.

Die Sommelière schreibt im „Guardian“: „Je mehr du riechst, desto mehr empfindest du und desto mehr Genuss bietet Wein.“ Schon kleine Anstrengungen würden die Sinne schärfen und nicht nur beim Weintrinken, sondern auch im Leben generell zu mehr Freude führen. „Wenn ich an einem Wein rieche, dann suche ich nach Eindrücken“, schreibt Spivey.


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Ob ein Wein frisch oder alt sei, ob er reich an fruchtigen Aromen sei oder sehr alkoholisch rieche – das alles seien Erkenntnisse, die man bereits vor dem ersten Schluck machen kann. „Aromatische Trauben haben einen starken Duft, wie etwa ein guter Riesling. Manchmal kommt es einem vor, als würde man an einem Parfum riechen und nicht an Trauben.“

Spivey, die mit Ende 20 angefangen hat, sich für kulinarische Themen und vor allem Weine zu begeistern, schreibt weiter: „Natürlich entfaltet sich Wein auch im Mund – die Süße auf der Zunge, der Säuregehalt und die Struktur auf dem Gaumen.“ Man könne Wein selbst dann genießen, so die Britin, wenn man ihn einfach hinunterstürze.

Aber das Geschmackserlebnis sei besser, wenn man auch die Nase nutze. „Mit Erfahrungen und Alter verändert sich der persönliche Geschmack, man reagiert auf manche Dinge sensibler oder weniger sensibel.“ Das Weinriechen habe sich bei ihr auch aufs Kochen ausgewirkt. Sie nehme nun mehr Gerüche war, wenn sie in der Küche zugange sei.