Warum wird Bier vor allem in braunen und grünen Flaschen verkauft?

Bier wird vornehmlich in braunen und grünen Flaschen verkauft. Warum ist das so?

Opening of beer cap with the gas output. Blue background.
Bier wird vornehmlich in braunen und grünen Flaschen verkauft. (Symbolbild: Getty Images)

Bier, des Deutschen liebstes alkoholisches Getränk, wird vornehmlich in Glasflaschen abgefüllt. Die erstrahlen meistens in den Farben Grün und Braun – hin und wieder sind sie blau. Aber warum?

Das hat weder mit der Optik zu tun, noch spielt die Art des Biers eine Rolle. Entscheidender Faktor ist vielmehr der Geschmack.

Denn helles Glas lässt mehr UV-Strahlen durch als dunkles – und die zersetzen die Hopfenbitterstoffe des Biers. Das wiederum verändert den Geschmack. Und zwar hin zum Schlechten. Für diesen Effekt gibt es eine Bezeichnung: "Lichtgeschmack".

Farbenspiel des Biers

Die Erfahrung mussten die Brauereien erst machen. Tatsächlich setzten sie lange Zeit auf klare Flaschen. Mit der Folge, dass das Bier schneller als gewünscht verdarb.

Das Problem lösten die Hersteller, indem sie das Glas einfärbten. Zunächst benutzten sie braune Flaschen. Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, als es neben vielem anderen auch an Braunglas mangelte, wichen sie auf grünes Glas aus.

Braun hin, grün her – wer sein Bier richtig lagert, also an einem dunklen Ort, dem sollte die Farbe der Bierflasche herzlich egal sein. In dem Fall gilt die Redewendung: Ist doch Jacke wie Hose.

Im Video: Bier wird womöglich um fast ein Drittel teurer