Was ist der Läufer-Durchfall und was hilft dagegen?

Antonia Wallner
Freie Autorin

Wer regelmäßig durch die Natur joggt, kennt und fürchtet das Phänomen: Der Bauch rumort und man braucht ganz schnell ein Klo. Der sogenannte Läufer-Durchfall kann verschiedene Ursachen haben. Yahoo Style gibt Tipps, die dabei helfen, den sensiblen Darm zu beruhigen.

Gut die Hälfte der Ausdauersportler hatte schon mal mit Verdauungsproblemen während des Trainings zu kämpfen. (Symbolbild: Getty Images)

Der Läufer-Durchfall ist gemein. Er überfällt den Sportler nämlich meistens immer dann, wenn er gerade mitten in der Pampa unterwegs ist oder an einem Wettkampf teilnimmt. Kein Klo weit und breit. Da bleibt nur eines übrig: sich hinter dem Baum zu erleichtern und zu hoffen, dass gerade kein Spaziergänger die peinliche Aktion beobachtet. Rund die Hälfte aller Ausdauersportler hatte schon einmal Verdauungsprobleme während des Trainings.

Woher kommt der Läufer-Durchfall?

Sport ist gut für unseren Körper. Beim Ausdauertraining wird neben dem Herz-Kreislauf-System auch die Verdauung angeregt. Der Darm fängt im Laufe der Jogging-Runde also an zu arbeiten. Der Nachteil: Die Darmmuskulatur kann durch die mechanischen Reize beim Laufen nicht richtig arbeiten, der Nahrungsbrei staut sich und das Ergebnis sind Krämpfe, Schmerzen und letztendlich Durchfall. Bei langen Strecken und hoher Intensität kommt auch noch die Anstrengung dazu, die den Körper zusätzlich belastet.

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Was kann man gegen Verdauungsprobleme beim Laufen tun?

Hundertprozentig vermeiden lässt sich der gefürchtete Durchfall zwar nicht, aber wer vor dem Training ein bisschen auf seine Ernährung achtet, kann zumindest günstige Voraussetzungen schaffen.

  • Viel trinken: Und zwar nicht erst kurz vor dem Lauf, sondern mit genug Puffer. Am besten natürlich Wasser, wer mag, fügt eine kleine Prise Salz dazu.

  • Wissen, was der Körper verträgt: Wer zum Beispiel keinen Kaffee trinkt, sollte nicht bei einem frühen Morgentraining plötzlich damit anfangen. Bei langen Laufrunden greifen viele Sportler gern auf Power-Gele oder andere spezielle Produkte zurück, die schnelle Kohlenhydrate liefern. Doch auch die verträgt nicht jeder.

  • Richtig essen: Hilfreich ist es, vor dem Training oder Wettkampf auf blähende Speisen zu verzichten. Dazu zählen beispielsweise Kohlgemüse wie Brokkoli oder auch Hülsenfrüchte. Auch Ballaststoffe, wie etwa Vollkorn, sind keine gute Idee, weil sie den Darm zusätzlich anregen. Bei den Mahlzeiten gilt: Zeit lassen und gründlich kauen, um möglichst wenig Luft in den Darm zu lassen.

  • Vorsicht bei Medikamenten: Magnesium und Eisen sind hier die Hauptverdächtigen für Bauchkrämpfe. Besonders Magnesium wird gerne von Sportlern supplementiert, um Muskelkrämpfen vorzubeugen.

Und wenn es einen trotzdem beim Laufen überkommt: Bloß nicht aus der Ruhe bringen lassen. Shit happens!

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