Was kannst du gegen Kondenswasser an und zwischen den Scheiben tun?

Ann-Catherin Karg
Freie Journalistin

Wenn es in Herbst und Winter draußen kälter wird, bilden sich auf dem Fensterrahmen oft kleine Wassertropfen. Bei anderen Fenstern kann es sein, dass sich Kondenswasser zwischen den Scheiben sammelt. Beides solltest du auf keinen Fall ignorieren, sondern schnell handeln.

Beschlagene Fenster sind nicht immer ein Grund zur Sorge, in manchen Fällen solltest du allerdings schnell handeln. (Bild: Getty Images)

Beschlagen deine Fenster von außen, ist das kein Problem. Das Beschlagen der Außenseiten beruht darauf, dass Feuchtigkeit bei niederen Temperaturen in die Luft steigt. Von außen beschlagene Fenster sind einfach ein Zeichen dafür, dass die Wärmedämmung gut funktioniert und kein Anlass zur Sorge.

Hohe Temperaturunterschiede und Feuchtigkeit führen zu "schwitzenden" Fenstern

Anders sieht es bei "schwitzenden" Fenstern aus, bei denen sich Kondenswasser tröpfchenweise innen auf dem Fensterrahmen bildet. Das kann einerseits bei steigendem Unterschied zwischen Außen- und Innentemperatur passieren, wenn man viel heizt und es draußen sehr kalt ist, und anderseits, wenn in den Räumen eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Im Badezimmer nach dem Duschen zum Beispiel, in der Küche beim Kochen oder auch in Räumen, in denen nasse Wäsche auf einem Wäscheständer trocknet. Besonders viel Kondenswasser entsteht, wenn sowohl die Luftfeuchtigkeit wie auch die Temperatur im Inneren besonders hoch sind.

Alltagsfrage: Werde ich weniger nass, wenn ich durch den Regen renne?

Lüften und Heizen: Das kannst du tun

Dem kannst du entgegenwirken, indem du die Heizung nicht zu hoch drehst und regelmäßig mehrere Male pro Tag lüftest. Nicht, indem man Fenster dauerhaft kippt, sondern durch Stoßlüften, am besten mit Durchzug. Kondenswasser, das auf den Fensterrahmen läuft, solltest du mit einem Tuch abwischen. Zudem sollte man die Temperatur im Inneren möglichst konstant halten. Außerdem muss die Temperatur nicht in allen Räumen gleich sein, sondern sollte variieren: Während Experten nicht mehr als 18 Grad für das Schlafzimmer empfehlen, sind im Kinderzimmer oder Bad um die 22 bis 23 Grad angebracht.

Im Keller sollte es nicht kühler als 15 Grad werden. Wichtig ist, zwischen unterschiedlich beheizten Räumen die Türen zu schließen. Genauso solltest du es auch beim Duschen oder Kochen handhaben: Tür zu und danach gut lüften. Hilfreich kann auch ein Hygrometer sein, das die Feuchtigkeitskonzentration anzeigt. In normal bewohnten Räumen sollte sie zwischen 40 und 60 Prozent liegen, im Badezimmer nicht über 70 Prozent.

Hausstaubmilben lieben Feuchtigkeit: Wie Allergiker ihr Zuhause staubfreier gestalten

Kondenswasser zwischen den Scheiben solltest du ernst nehmen und möglichst schnell deinem Vermieter melden. (Bild: Getty Images)

Kondenswasser zwischen den Scheiben

Bei Kondenswasser zwischen den Scheiben müssen die Fenster oft ausgetauscht werden. Anders als beim Kondenswasser am inneren Fensterrahmen zeigt Kondenswasser zwischen den Scheiben an, dass die Fenster undicht und damit auch nicht mehr richtig isoliert sind. Vor allem bei älteren, luftgefüllten Fenstern kann schon eine kleine undichte Stelle bei der Verklebung dazu führen, dass feuchte Luft zwischen die Scheiben gelangt und dort zu Kondenswasser wird.

In diesem Fall ist das Kondenswasser nur ein Problem. Das andere besteht in der mangelnden Wärmeisolierung, die zu vermehrtem Heizen und höheren Kosten führt. Undichte Fenster müssen meistens durch neue ausgetauscht werden, manchmal reicht es auch, die Verglasung auszutauschen. Für die Kosten muss der Eigentümer aufkommen. Mieter sollten sich an ihren Vermieter wenden, sobald sie Kondenswasser zwischen den Scheiben entdecken.