Wechseljahre: Alles, was man wissen muss

·Freie Journalistin
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Bei "RTL" sprach "Punkt 12"-Moderatorin Katja Burkard kürzlich darüber, dass sie zu Beginn ihrer Wechseljahre aggressiv wurde und zunächst meinte, an einer Depression zu leiden. Letztendlich habe ihr eine Hormonbehandlung geholfen, besser mit ihren Stimmungsschwankungen klarzukommen. Doch die Symptome und ihre Behandlungsmöglichkeiten können durchaus vielfältig sein.

Die einen haben kaum Probleme, andere sehr starke Symptome: Wechseljahre können sich bei Frauen sehr unterschiedlich äußern (Symbolbild: Getty Images)
Die einen haben kaum Probleme, andere sehr starke Symptome: Wechseljahre können sich bei Frauen sehr unterschiedlich äußern (Symbolbild: Getty Images)

Als Wechseljahre wird die Zeit vor und nach der letzten Menstruation bezeichnet. Bei den meisten Frauen geht es mit dem Klimakterium, wie der wissenschaftliche Fachausdruck lautet, in den mittleren Vierzigern los. Die Zahl der in den Eierstöcken produzierten Geschlechtshormone nimmt langsam ab, Eisprünge werden seltener, die Periode unregelmäßiger. Irgendwann bleibt sie dann ganz aus und die fruchtbare Phase der Frauen ist vorüber. Die letzte Monatsblutung, die durchschnittlich mit Anfang 50 stattfindet, wird als Menopause bezeichnet.

Symptome der Wechseljahre

Laut "Apothekenumschau" hat ein Drittel aller Frauen keine bis wenige Probleme mit den Wechseljahren, wobei genauso viele von starken Wechseljahrsbeschwerden berichten. Der Klassiker darunter sind Hitzewallungen und Schweißausbrüche zu allen möglichen Tages- und Nachtzeiten, die im Normalfall nach ein paar Minuten wieder abklingen.

Dazu gibt es eine Reihe weiterer möglicher körperlicher Anzeichen für das Klimakterium, darunter:

  • Scheidentrockenheit

  • Stimmungsschwankungen

  • Zyklusschwankungen

  • Schlafstörungen

  • Gewichtszunahme

Die Trockenheit der Scheide, die zu vermehrten Harnwegsinfekten und Schmerzen beim Sex führen kann, kann durch die Hormonumstellung verursacht werden. Dieselbe Ursache kann auch Stimmungsschwankungen von depressiven Verstimmungen bis zu erhöhter Nervosität oder Aggressivität nach sich ziehen. 

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Auch der Zyklus wird von den Hormonen gesteuert. Dementsprechend kann die Monatsblutung stärker als gewohnt ausfallen oder mehr oder auch weniger Zeit zwischen den Blutungen liegen. Daneben können Schlafstörungen durch die Wechseljahre verursacht werden, die sich bei manchen Frauen auch auf der Waage bemerkbar machen. 

Mit fortschreitendem Alter sinken der Kalorienbedarf des Körpers wie auch die Menge an Muskelmasse. Wer dann genauso weiter isst wie zuvor und sich auch nicht mehr bewegt, wird ziemlich sicher zunehmen. Sport und gesunde Ernährung können dem Körper aber auch helfen, Herzkreislauferkrankungen und Osteoporose entgegenzuwirken, für die das Risiko während des Klimakteriums ebenfalls steigt.

Wechseljahre und mögliche Therapien

Gesunde Ernährung und sportliche Betätigung können Frauen in den Wechseljahren dabei unterstützen, emotionale Schwankungen und Stress besser auszugleichen. Daneben gibt es eine Reihe von pflanzlichen Wirkstoffen, denen eine positive Wirkung nachgesagt wird. Dazu gehören Mönchspfeffer und Traubensilberkerze als Regulatoren des Hormonhaushalts sowie Baldrian, Melisse, Passionsblume und Hopfen, die einen besseren Schlaf fördern sollen. 

Bei stärkeren Beschwerden und nach Abwägung der Risiken (unter anderem für Blutgerinnsel und Brustkrebs) kann auch eine Hormonbehandlung in Betracht gezogen werden.

Wechseljahre: Hormonelle Mono- oder Kombinationstherapie?

Bei einer Monotherapie verordnet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt der Patientin nur Östrogene. Diese Variante kommt vor allem bei Frauen zum Einsatz, bei denen die Gebärmutter bereits entfernt wurde, da sonst das Risiko für Gebärmutterkörperkrebs zu hoch wäre. Bei einer Kombinationstherapie handelt es sich um eine Behandlung mit Östrogen und Gestagen. 

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Für beide Möglichkeiten stehen die Hormone in verschiedenen Darreichungsformen vom Pflaster bis zur Tablette, einem Gel oder Nasenspray zur Verfügung. Eine trockene Scheide kann mit Zäpfchen, Creme oder Gel behandelt werden. Wer auf Hormone verzichten will, kann auf Gleitmittel oder spezielle Cremes ohne Östrogen zurückgreifen.

Video: Menopause: Mit Sport gegen Hitzewallungen

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