Wechseljahre: Das sind die Anzeichen für hormonelle Veränderungen

Antonia Wallner
Freie Autorin

Für Frauen ab 45 sind sie bereits ein Schreckgespenst: die Wechseljahre. Die Hormonumstellung, medizinisch-korrekt Klimakterium genannt, kommt oft mit dem negativen Beigeschmack vom Alter. Aber was sind eigentlich die Anzeichen dafür, dass eine Frau in den Wechseljahren ist?

Zwischen 45 und 50 kommen die meisten Frauen in die Wechseljahre. (Symbolbild: Getty Images)

Die Wechseljahre heißen nicht ohne Grund so. Der Hormonhaushalt der Frau stellt sich um, die Eierstöcke produzieren weniger Östrogen und Gestagen. Die einen sehen das Positive: nie wieder eine nervige Periode. Andere sehen hauptsächlich die negativen Folgen des Klimakteriums: Das Alter wird einem durch die körperlichen Veränderungen mehr und mehr bewusst.

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Bei der Mehrheit der Frauen beginnen die Wechseljahre zwischen 45 und 50 Jahren. Bis sich der Körper mit dem neuen Hormonhaushalt abgefunden hat, können allerdings fünf bis zehn Jahre vergehen. In dieser Zeit kann es zu verschiedenen Beschwerden kommen, die aber nicht bei jeder Frau auftreten müssen.

Wechseljahre: Das sind die Anzeichen

Zu den häufigsten Anzeichen der Wechseljahre zählen die berüchtigten Hitzewallungen mit starken Schweißausbrüchen. Manchmal kommt auch Schwindel dazu. Einige Frauen schlafen zunehmend schlechter. Die sexuelle Lust nimmt ab, es kommt vermehrt zu Jucken oder Brennen beim Geschlechtsverkehr. Weit verbreitet sind auch Stimmungsschwankungen, die sich teilweise sogar depressiv auswirken können. Die Periode wird länger und unregelmäßiger. Manche Frauen haben enorme Zyklusschwankungen mit starken Blutungen und fühlen sich im wahrsten Sinne des Wortes “blutleer“. Schließlich kommt es zur letzten spontanen Regelblutung – der sogenannten Menopause.

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Körperlich sehen Frauen die Anzeichen des veränderten Hormonhaushalts in Haaren und Nägeln, die brüchiger werden. Die Haut verliert zunehmend ihre Spannkraft und auch das Risiko für Osteoporose und Arteriosklerose steigt.

Klimakterium: Hilfe und Behandlung

Jede Frau erlebt den Wechsel anders. Ein Drittel der über 50-Jährigen hat überhaupt keine oder nur leichte Probleme. Therapien bei Beschwerden gibt es sowohl auf pflanzlicher Basis wie auch mit hormonellen Präparaten. Manchmal hilft schon eine bewusstere Lebensweise mit gesünderer Ernährung und Entspannungstechniken wie etwa Yoga.

Auch mit Sport sollten Frauen mit 50 plus keineswegs aufhören. Im Gegenteil: Bewegung kann auf dem richtigen Niveau bis ins hohe Alter den Körper unterstützen. Bei allen körperlichen Einschränkungen können die Wechseljahre aber auch eine schöne Zeit der Veränderungen sein – wie es jede Lebensphase ist.

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