Wegen Coronavirus: Rekordflug bei Air Tahiti Nui

Ann-Catherin Karg
Freie Journalistin

Normalerweise machen Flugzeuge der französisch-polynesischen Fluggesellschaft Air Tahiti Nui einen Zwischenstopp in den USA, wenn sie ihre Passagiere vom Südpazifik in die französische Hauptstadt bringen. Wegen der Coronakrise ist das zurzeit verboten. Dennoch heben die Flugzeuge ab.

Quasi aus der Not heraus stellte die Fluggesellschaft Air Tahiti Nui einen neuen Rekord auf. (Bild: Getty Images)

Eigentlich legen die Flugzeuge der Airline Air Tahiti Nui, die aus der französisch-polynesischen Hauptstadt Papeete auf Tahiti nach Paris fliegen, einen Zwischenstopp an der Westküste der USA ein, um die Maschine dort für den Weiterflug wieder aufzutanken. Aktuell ist das wegen der Beschränkungen im Umgang mit der Coronavirus-Pandemie verboten, doch am Boden bleiben die Flugzeuge deswegen noch lange nicht.

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Knapp 16.000 Kilometer nonstop

Passagiere des Flugs KN64, die am vergangenen Wochenende von Papeete nach Paris fliegen wollten, flogen die 15.713 Kilometer lange Strecke nonstop mit einer Boeing 787 Dreamliner und brauchten dafür ganze 16 Stunden und 14 Minuten. Zwei Faktoren unterstützten den Rekordflug: Zum einen starke Rückenwinde und zum anderen die Tatsache, dass die Maschine weniger schwer beladen war als sonst.

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Fast hätte die Airline zwei Rekorde aufgestellt

An einem Rekord ist die Airline damit knapp vorbeigeschrammt: Der längste Langstreckenflug ist die Verbindung von Singapore Airlines zwischen Singapur und New York, die auf dem kürzesten Weg genau 15.323 Kilometer trennen. Allerdings nehmen die Piloten des Airbus absichtlich eine längere Route von rund 16.000 Kilometern, weil auf dieser die Winde günstiger stehen, was besser für den Treibstoffverbrauch ist.

Der Flug von Papeete nach Paris ist aber eindeutig der längste Inlandsflug der Geschichte und somit auf jeden Fall ein Rekord. Tahiti ist wie ganz Französisch-Polynesien Teil des französischen Überseegebiets.