Wegen Spionageverdachts: Teslas dürfen nicht auf LKA-Gelände fahren

Auf den Liegenschaften des Berliner LKA herrscht Tesla-Verbot. - Copyright: Sean Gallup/Getty Images
Auf den Liegenschaften des Berliner LKA herrscht Tesla-Verbot. - Copyright: Sean Gallup/Getty Images

Das Landeskriminalamt (LKA) warnt in einem internen Rundschreiben vor den Autos von Tesla. Die Vermutung: Fahrzeuge des Herstellers könnten durch ihre Kamerasysteme Polizei-Dienststellen ausspionieren. Deshalb spricht die Berliner Polizei ein Verbot für Tesla-Fahrzeuge auf den LKA-Liegenschaften und dem Polizeipräsidium aus.

Eine Sprecherin der Polizei bestätigte der "Bild"-Zeitung das Schreiben. Die Rundnachricht wurde demnach am Mittwoch an alle Polizei-Dienststellen gesendet.

Die Polizei verbietet die Teslas aufgrund des Spionageverdachts durch die installierten Kameras. „Diese Aufnahmen werden auf im Ausland (Niederlande) befindlichen Servern der Firma Tesla dauerhaft gespeichert“, heißt es darin. Die Weiterverarbeitung der Kamera-Aufnahmen sei für die Nutzer nicht nachvollziehbar. Einzig Tesla hat die Kontrolle über die Nutzung der Aufnahmen, heißt es. Zuvor machte ein Fernsehbeitrag des ZDF auf die Datenschutzprobleme bei Tesla aufmerksam. In dem Beitrag wurde auch anhand von Beispielen gezeigt, wie die Daten der Kameras von anderen "interessierten Stellen" angefordert werden können.

Das Zugfahrtverbot gilt vorerst nur für das Polizeipräsidium und die Liegenschaften des LKA. „Die übrigen Dienststellen sollen jetzt selbst prüfen, inwieweit sie Tesla-Fahrzeuge auf ihre Gelände oder in Objekte fahren lassen können“, so die Sprecherin zur "Bild".

kh

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