Weihnachten und Silvester mit Gästen: So wird es möglichst sicher

Jennifer Caprarella
·Freie Autorin
·Lesedauer: 3 Min.

In diesem Jahr ist alles ein wenig anders, und auch an den Feiertagen werden wir das überdeutlich zu spüren bekommen: Statt Umarmungen und geselliger Runde stehen Social Distancing und Feiern in kleinstem Kreis auf dem Plan. Und doch bleibt die Sorge, sich anzustecken. Hier ein paar Tipps, wie man trotz Corona möglichst sicher feiert.

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Ständiger Begleiter auch an Weihnachten: Der Mundschutz. Was man an den Feiertagen trotzdem noch beachten sollte (Symbolbild: Getty Images)

Was alle Experten raten: Sowohl an Weihnachten und Silvester sollen so wenige Menschen wie möglich zusammenkommen. Doch wo sich mehrere Haushalte treffen, besteht stets die Gefahr, das Virus weiterzugeben. Was man tun kann, um das Risiko so weit wie möglich zu minimieren:

Aufgabenverteilung, AHA und Achtsamkeit

Das Robert Koch Institut hat acht Tipps veröffentlicht, wie man Ansteckung auch an den Feiertagen und beim Rutsch ins neue Jahr vermeiden kann. Neben den üblichen Vorgaben wie Abstand, Hygiene und viel frische Luft rät das RKI vor allem zu guter Planung: Eine Person könne beispielsweise fürs Lüften zuständig sein und sich hierfür einen Wecker stellen, eine weitere solle für alle gesammelt einkaufen.

Oberstes Gebot ist nach wie vor: Wer sich krank fühlt, soll lieber zu Hause bleibt - auch wenn es schwer fällt!

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Da dies nicht wenige betreffen wird und viele aus Sorge daheim bleiben, ermahnt das RKI, nicht nur auf die physische Gesundheit zu achten, sondern auch auf die psychische. “Lieber einen Anruf zu viel” soll es an den Feiertagen geben, damit Daheimgebliebene oder Menschen, die sich einsam fühlen könnten, trotzdem Kontakt haben - telefonisch oder virtuell. Wer sich selbst alleine fühlt, solle selbst zum Telefon greifen und einen Verwandten oder Bekannten kontaktieren.

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Lieber einmal zu oft anrufen oder zoomen! Wer nicht zur Familienfeier kommen kann, soll angerufen werden (Symbolbild: Getty Images)

Mundwasser statt Sekt und Glühwein

Einen weiteren Tipp hat Prof. Klaus-Dieter Zastrow parat. Denn Studien haben festgestellt, dass handelsübliche Mundspülungen zwar nicht den Nutzer selbst vor Ansteckung schützen können, doch kurzzeitig die Viruslast und damit die Übertragung des Coronavirus senken könnte.

Im Gespräch mit der “Bild” rät er also: “Wenn die Familie zusammenkommt, starten Sie in diesem Jahr mal nicht mit einem Begrüßungssekt, sondern mit einer gemeinsamen Gurgel-Runde. Spülen Sie gemeinsam mit einem Rachen-Desinfektionsmittel Ihren Mund und inaktivieren Sie die Viren.”

Kurzfristig testen? Wenn es geht

In Großstädten stehen Zentren für Schnelltests zur Verfügung, die teilweise auch an Feiertagen noch Tests anbieten. Das Ergebnis hat man 15 bis 30 Minuten später vorliegen. Mittlerweile dürfen auch Apotheken solche Tests durchführen, haben aber oft nicht die Kapazitäten, um die Feiertage abzudecken.

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In jedem Fall gilt: Ein Corona-Test ist nur eine Moment-Aufnahme. Selbst ein negatives Ergebnis ist kein Freifahrtschein, auf Abstandsregeln und andere Sicherheitsmaßnahmen zu verzichten. Also lieber sicher feiern - und sich darauf freuen, sich hoffentlich im kommenden Jahr wieder in die Arme schließen zu können.

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