Weinschorle: So mixt ihr den Klassiker richtig

Antonia Wallner
·Freie Autorin
·Lesedauer: 2 Min.
Photo taken in Catania, Italy
Weinschorle ist ein ideales Sommergetränk. (Bild: Getty Images)

Weinschorle ist das ideale Getränk für laue Sommerabende. Doch nicht jeder Wein und jedes Wasser eignen sich zum Mischen. Worauf ihr beim Mixen achten solltet.

Lange galt die Weinschorle unter “echten“ Weintrinkern als verpönt. Dabei kann die Mischung im richtigen Verhältnis den Geschmack des Weins noch besser betonen. Vorausgesetzt, man greift nicht nach x-beliebigen Zutaten.

Das richtige Wasser

Beim Mineralwasser solltet ihr darauf achten, eine Sorte mit wenig Eigengeschmack zu nehmen. Zu viele Mineralien können den Wein sonst überdecken. Beim Kohlensäuregehalt kommt es auf den Geschmack an, es eignen sich mittel- bis stark perlende Wasser. Rebsorten mit viel Säure, wie etwa ein Riesling, harmonieren besser mit einem Medium-Wasser während beispielsweise Grauburgunder oder Chardonnay mehr Kohlensäure vertragen. Last but not least: Das Wasser gut kühlen!

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Der perfekte Wein

Weinschorle lässt sich mit Weiß-, Rosè- und Rotwein ansetzen. Oberste Grundregel: Nur gute Weine verwenden! Wird ein billiger Wein benutzt, verstärkt das Wasser die ungünstigen Aromen zusätzlich. Ein Klassiker ist die Weißweinschorle mit Riesling. Aber auch Chardonnay, Müller-Thurgau, Grauburgunder oder Silvaner eignen sich gut.

Wer es lieblicher mag, kann eine Rosé-Schorle probieren. Dafür am besten Sorten mit fruchtigen Aromen nehmen, wie etwa ein Spätburgunder-Rosé. Auch mit Rotwein lässt sich eine gute Schorle mischen. Wichtig hier: Gerbstoffarme Rebsorten verwenden, da das Wasser die Säure im Mund verstärkt und das Getränk so bitter schmecken kann. Ideal sind zum Beispiel Dornfelder, Merlot, Portugieser, Spätburgunder oder Schwarzriesling.

bottles of red, white and rose wine with blank labels on dark background with back light
Für Weinschorle eignen sich Weiß-, Rosé- und Rotwein. (Bild: Getty Images)

Das ideale Mischverhältnis

Viele mischen eine Weinschorle wie die gängige Saftschorle im Verhältnis 50:50. Ein Fehler, da so der Wein oft tatsächlich verwässert wird und nicht mehr durchkommt. Besser ist ein Verhältnis mit einem Drittel oder einem Viertel Wasser, je nach Charakter des Weins.

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Für Experimentierfreudige

Fans von süßem Wein und süßen Aperitifs können die Schorle statt mit Mineralwasser mal mit klarer Zitronenlimonade probieren. Etwas gewöhnungsbedürftig ist vielleicht auch die Mischung aus Rotwein und Limonade, die in Spanien unter dem Namen “Tinto de Verano“ bekannt ist. Probieren geht über studieren!

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