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Weniger Gründungen größerer Betriebe

WIESBADEN (dpa-AFX) -Zum Jahresauftakt sind in Deutschland weniger größere Firmen gegründet worden. Von Januar bis März verzeichnete das Statistische Bundesamt die Gründung von 33 100 Betrieben, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Das waren 5,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Dagegen stieg die Zahl der neu gegründeten Kleinunternehmen mit rund 51 200 um fast 40 Prozent binnen Jahresfrist. Zudem gab es mit 88 300 mehr neue Nebenerwerbsbetriebe (plus 3,3 Prozent).

Schon im von Ukraine-Krieg und Energie-Krise geprägten Jahr 2022 hatte es deutlich weniger Gründungen größerer Betriebe gegeben. Von größerer wirtschaftlicher Bedeutung gehen die Statistiker aus, wenn beispielsweise Arbeitnehmer eingestellt werden oder der Chef beziehungsweise die Chefin einen Handwerksbrief besitzen.

Im ersten Quartal stellten zudem deutlich mehr Firmen ihren Betrieb ein, wie die Behörde am Freitag weiter mitteilte. Rund 28 900 Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung gaben ihr Gewerbe ganz auf, gut 12 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Die Zahl der aufgegebenen Kleinunternehmen stieg um fast 30 Prozent auf gut 56 000.

Dem gegenüber standen 208 600 Gewerbeanmeldungen, ein Plus von 8,6 Prozent. Dazu zählen neben Neugründungen von Betrieben auch Übernahmen etwa durch Kauf oder Gesellschaftereintritt sowie Umwandlungen und Zuzüge aus anderen Meldebezirken.