Weniger nackte Haut: München verbietet sexistische Werbung

Franziska Kiefl
In München soll es in Zukunft weniger sexistische Werbung geben. (Symbolbild)
  • In München sollen künftig weniger sexistische Werbeplakate zu sehen sein. 
  • Der Stadtrat hat nun beschlossen: In Verträgen mit Werbepartnern sollen sexistische Darstellungen in Zukunft ausgeschlossen werden.

Wer hin und wieder durch die Stadt bummelt, dürfte an sie gewöhnt sein: Werbeplakate, von denen leicht bekleidete Frauen auf die Passanten hinunter lächeln. 

►  Zumindest in der bayerischen Landeshauptstadt München dürften diese künftig weniger werden. 

► Am vergangenen Donnerstag beschloss dort der Stadtrat in einer Vollversammlung: Künftig soll auf den von der Stadt vermieteten Werbeflächen keine sexistische Werbung mehr zu sehen sein. 

“Betroffen von der Regelung sind städtische Werbeanlagen”

Auf einen Antrag von Rathaus-Grünen und Rosa Liste hin wurde festgehalten: Ab jetzt soll die Stadt bei der Zusammenarbeit mit ihren Werbepartner wählerischer sein. 

“Betroffen von der Regelung sind lediglich städtische Werbeanlagen”, sagte Sprecher Matthias Kristlbauer. “Wenn die Stadt und auch die MVG (Münchner Verkehrsgesellschaft, Anm. d. Red.) in Zukunft Verträge mit Werbepartnern schließen, wird im Vertrag auch festgehalten, dass die Werbung nicht sexistisch sein darf.”

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So steht es auch im Beschluss des Stadtrats: “Die Vertragspartnerin ist verpflichtet, Werbeaufträge zurückzuweisen, deren Inhalte gegen eine behördliche Anordnung, gegen allgemeine Gesetze, gegen die guten Sitten oder die Menschenwürde verstoßen. Dies gilt auch für sexistische Werbung.”

Doch kann diese Regelung wirklich etwas ändern? Gibt es wirklich eine allgemeingültige Definition für Sexismus? 

Sexistisch sei Werbung, die “Frauen einseitig in klischeehaften Rollen” darstellt oder demütigt 

“Am Ende muss das natürlich im Einzelfall untersucht werden”, erklärt Kristlbauer. 

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