Weniger Sport: Ist das das Geheimnis zum Abnehmen?

Wer abnehmen möchte, greift wohl immer auf zwei Maßnahmen zurück: gesünderes Essen und mehr Bewegung. Das scheinen einfach die logischsten und effizientesten Mittel zu sein. Für alle Fitnessmuffel gibt es jetzt eine gute Nachricht, denn mehr Sport scheint nicht immer zu helfen, Fett zu verlieren. Manchmal kann Ihnen genau das, was alle predigen, im Weg stehen.

Kein Ergebnis

Genau das passierte etwa der 56-jährigen Elizabeth Rennie aus Amerika. Sie zählte diszipliniert Kalorien und ging ungefähr acht Stunden pro Woche ins Fitnessstudio, wo sie intensiv trainierte. Dennoch wollten die letzten unerwünschten Pfunde einfach nicht von den Hüften purzeln. Ihr Trainer riet ihr dann, nur fünfzehn Minuten am Tag zu trainieren, mehr zu schlafen und weiter auf ihre Ernährung zu achten. Schon nach einer Weile sah Elizabeth dann tatsächlich das Ergebnis, auf das sie so lange hingearbeitet hatte.

Zu viel Sport

Wie ist das möglich? Laut der Ärztin und Autorin Sara Gottfried kann es durchaus vorkommen, dass man zu viel Sport treibt. Sie erklärt, dass der Körper beim Sport Cortisol, ein Stresshormon, produzieren. Wer viel trainiert, produziert dementsprechend viel Cortisol. Studien haben gezeigt, dass diese hohen Mengen an Cortisol dafür sorgen, dass der Körper Zucker nicht verarbeitet, sondern als Fett speichert – quasi als Notreserve – und es damit schwieriger wird, Gewicht zu verlieren.

Darum ist es möglich, dass manche Abnehmwillige zu viel ins Fitnessstudio gehen. Gleichzeitig ist das natürlich keine Ausrede, auf dem Sofa zu bleiben. Es gibt immer noch viele Menschen, die deutlich zu wenig Sport treiben und aus diesem Grund eher zu- als abnehmen. Wenn Sie sich jedoch gesund ernähren und viele Stunden pro Woche trainieren, ohne ein positives Ergebnis zu erzielen, ist es möglicherweise ratsam, die Trainingsdauer zu reduzieren und vor allem sicherzustellen, dass Sie genug schlafen.

Quelle: New York Post