Wie Lidl, Aldi und Co. eine deutsche Schwäche zu ihrer Stärke machen

Jennifer Caprarella
Freie Autorin

Deutschland, Autoland? So langsam laufen Handelsunternehmen den Fahrzeugherstellern den Rang ab. Die Schwarz-Gruppe gehört nun zu den erfolgreichsten Unternehmen im Land, und im internationalen Vergleich schneiden deutsche Discounter hervorragend ab. Und das, obwohl die Kunden es den Unternehmen schwer machen.

Lidl und seine Konkurrenz müssen sich auf einem schwierigen Markt behaupten (Bild: Getty Images)

Wir sind das Land der Schnäppchen-Jäger und Discount-Fans: Niemand ist so preisbewusst wie deutsche Kunden, wie Rewe-Chef Lionel Souque der “Welt” vor Kurzem sagte - vor allem, wenn es um Lebensmittel geht. Für Handelsunternehmen und Supermarkt-Ketten gehört Deutschland damit zum „härtesten Markt der Welt“.

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Doch genau diese Herausforderung, die Produkte so billig wie möglich anzubieten und dennoch weiterhin Wachstum zu verzeichnen machen deutsche Supermärkte und Discounter zu ihrem großen Vorteill. Denn das Behaupten auf diesem schwierigen Markt macht die Konzerne durch clevere Preispolitik und innovative Ideen wie Expansion ins Reise- oder Auto-Leasing-Geschäft fit für jeden Wettbewerb - auf nationaler wie internationaler Ebene.

Wettbewerbsfähig wie nie

Im “Welt”-Ranking deutscher Konzerne wurden die Top 3 in diesem Jahr ausnahmsweise nicht allein von Auto-Herstellern dominiert. Die Schwarz-Gruppe, zu der der Discounter Lidl und die Warenhäuser von Kaufland gehören, verdrängte BMW vom Treppchen.

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Und gerade im internationalen Vergleich können deutsche Discounter sich sehen lassen: Lidl ist mittlerweile das größte Handelsunternehmen Europas und löste damit die französische Gruppe Carrefour ab. Laut Deloitte gehören Aldi und Lidl zu den Top 10 der Lebensmittelhändler weltweit.

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