Wie Medizin: Hunde können Forschern zufolge Schmerzen lindern

·Freie Autorin
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Immer wieder beweisen Studien, dass Hunde die beste Medizin sind. Eine neue Studie aus den USA fand nun heraus, dass der Kontakt mit Hunden sogar Schmerzen lindern kann.

Hunde als Medizin: Therapiehunde könnten auch in der Notaufnahme zum Einsatz kommen, wie eine Studie befindet (Symbolbild: Getty Images)
Hunde als Medizin: Therapiehunde könnten auch in der Notaufnahme zum Einsatz kommen, wie eine Studie befindet. (Symbolbild: Getty Images)

In der Pandemie haben viele erfahren, was einige von uns längst wussten: Hunde sind gut für unsere psychische und physische Gesundheit. Sie hielten uns im Lockdown aktiv und fit und leisteten uns in Zeiten von Social Distancing Gesellschaft.

Die gesundheitlichen Vorteile sind keine reine Einbildung: Diverse Studien haben erwiesen, dass Hunde Diabetes vorbeugen, den Blutdruck senken, Stress reduzieren und die psychische Verfassung ihrer Besitzer verbessern können. Ihre positive Ausstrahlung funktioniert sogar in kleinen Dosen, wie Therapiehunde immer wieder beweisen. Und die können auch bei Schmerzpatient*innen eingesetzt werden, wie eine neue Studie nun zeigte.

Zehn Minuten Hundekontakt reicht, um Schmerzen spürbar zu lindern

Schon zehn Minuten in der Gesellschaft eines Hundes genügen, um Schmerzen bei Notaufnahmenpatient*innen zu reduzieren, wie US-Forscher*innen in einem Artikel im Fachmagazin "PLOS One" beschrieben.

200 Patient*innen bewerteten ihr Schmerzlevel auf einer Skala von 1 bis 10. Die Kontrollgruppe erhielt daraufhin keine Behandlungsmaßnahmen für ihre Schmerzen, während andere Teilnehmer*innen zehn Minuten mit einem Therapiehund verbringen durften. Danach gab eine neue Einschätzung der Schmerzen, mit dem Ergebnis, dass diejenigen mit Hundekontakt sie als weniger stark empfanden.

Hunde als Medizin: Die Studien-Autor*innen sehen das als Option

Der Grund hierfür könnte sein, dass Schmerz nicht selten neben der körperlichen auch eine psychische Komponente hat. Sorge, Angst und die unangenehme Atmosphäre einer Notaufnahme können die Empfindung verstärken, wie Psychologin Michelle Gagnon, die nicht an der Studie beteiligt war, "CNN" sagte. "Die Dinge und positiven Emotionen, die wir von Haustieren bekommen, können sich auf die akuten Schmerzen auswirken", erklärte sie.

Während Therapiehunde in Krankenhäusern bereits zum Einsatz kommen, werden sie selten in einem medizinischen Kontext und vielmehr in einem psychologischen genutzt. Studien-Co-Autorin Colleen Dell hofft, dass sich dies mit ihrer und weiteren Studien ändern könnte. Die Frage sei nun nicht mehr, ob Hunde einen medizinischen Nutzen haben, sondern vielmehr, wie dieser genutzt werden kann.

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