Wie verdient Sony eigentlich sein Geld?

Vincent Uhr
freier Journalist
Shanghai, China - May 13th: Sony Play Station 4 and dualshock video game console

Der Elektronikkonzern Sony ist für viele Verbraucher hierzulande eine bekannte Marke. Egal ob mit seiner berühmt-berüchtigten Spielekonsole, der Playstation, oder aber als Musik-Label. Oder mit seinen vielen anderweitigen Geräten, die der Elektronikkonzern auf dem Markt etabliert hat. Zumindest vom Namen her werden viele den drittgrößten, japanischen Hersteller von Elektronikgeräten nach Hitachi und Panasonic kennen.

Aber wie verdient so ein Elektronikkonzern wie Sony eigentlich sein Geld? Ein Blick in die aktuellen Bücher des Konzerns offenbart hier durchaus eine erstaunliche, breite Gliederung, die über Musik und Spielekonsole noch weit hinausgeht.

Die Umsatzbringer im Überblick

Der Konzern Sony verfügt im Endeffekt über eine ganze Breite an unterschiedlichen Sparten, die allesamt zu einem gewissen und erheblichen Anteil zum operativen Erfolg beitragen. Im Zahlenwerk für das vergangene, abweichend verlaufende Geschäftsjahr 2019, das per Ende März diesen Jahres bereits geendet ist, kam Sony auf insgesamt neun verschiedene Segmente mit hohen Umsätzen.

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Den größten Anteil am Gesamtumsatz in Höhe von rund 8,6 Billionen Yen verzeichnete hierbei das Segment Games & Network Services. Dieser Bereich steht alleine für rund 2,31 Billionen Yen ein, was mehr als einem Viertel dieses Wertes entspricht.

Dahinter folgen die Bereiche Home Entertainment & Sound, das es auf einen Umsatz in Höhe von 1,15 Billionen Yen gebracht hat, sowie die Financial Services, die sogar einen Anteil von 1,28 Billionen Yen zu den Erlösen beigetragen haben.

Kleinere Segmente sind hierbei Imaging Products & Solutions, sowie Mobile Communications und die Sammelsparte All Others, die es allesamt auf Umsätze in einer Größenordnung zwischen 345 Milliarden Yen und 670 Milliarden Yen schaffen.

Die Bereiche Semiconductors mit 879 Milliarden Yen, Pictures mit 986 Milliarden Yen und Music mit 807 Milliarden Yen bilden hingegen gewissermaßen das breite Mittelfeld im Sony-Konzern. Und tragen ebenfalls mit gebündelten Erlösen in Höhe von rund 2,6 Milliarden Yen zu mehr als einem Viertel zu den Umsätzen des Elektronikkonzerns bei.

Sony Aktienchart (Yahoo Finanzen)

Das sind die profitabelsten Bereiche

Wenig überraschend ist zudem, dass der Spiele- und Netzwerk-Bereich von Sony ebenfalls das profitabelste Segment des Elektronik-Riesen ist. Mit einem Ergebnis in Höhe von 311 Milliarden Yen trägt dieser Bereich mit mehr als einem Drittel zum Gesamterfolg in Höhe von 894 Milliarden Euro bei. Die Spielekonsolen scheinen daher nicht bloß ein wesentlicher Umsatzbringer, sondern zugleich auch eine Gewinnmaschine des Konzerns zu sein.

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Ebenfalls einen erheblichen Teil des Gewinns kann zudem der Music-Bereich verbuchen. Mit weiteren 232 Milliarden Yen bilden die beiden profitabelsten Segmente von Sony somit zu mehr als 60 % des Gesamtergebnisses ab. Musik und Spiele können daher zumindest für den Moment als Filetstücke des Sony-Konzerns bezeichnet werden, wo sich im vergangenen Jahr ein Großteil des operativen Erfolges abgespielt hat.

Deutlich weniger profitabel waren im vergangenen Jahr hingegen die Segmente Mobile Communications, das einen operativen Verlust in Höhe von 94 Milliarden Yen eingefahren hat, sowie der Sammler All Others, der immerhin noch rund 11 Milliarden Yen Verlust verbuchen musste. Die weiteren Bereiche kamen hingegen auf positive Ergebnisse in einer Spannbreite zwischen 54 Milliarden Yen, sowie 161 Milliarden Yen und bildeten auch hier aus Konzernsicht das Mittelfeld ab.

Spiele-Segment im Fokus

Viele Verbraucher dürften mit Sony daher auch weiterhin vornehmlich die Spielekonsole verbinden und zumindest aus operativer Sicht scheint eine solche Fokussierung auch sinnvoll zu sein. Sowohl aus der Sicht des Umsätze, als auch der Ergebnisse spielt sich hier ein Großteil eines Geschäftsjahres ab.

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Nichtsdestoweniger sind auch die kleineren Segmente überaus wichtig für den Großkonzern, denn Sony steht für durchaus mehr als nur Spielekonsolen und Musik.

Disclosure: Der Autor Vincent Uhr besitzt keine der erwähnten Aktien.