Wissenschaft untersucht Hormon: Macht es Covid-19-Impfstoff weniger wirksam?

·Lesedauer: 1 Min.

Ein Stoffwechselhormon könnte die Wirksamkeit von Covid-19-Impfstoffen beeinträchtigen, warnt eine neue Studie.

Leptin ist ein Stoffwechselhormon, das vor allem im Fettgewebe des Körpers hergestellt wird. Forscher der University of Queensland in Australien fanden einen Zusammenhang zwischen einem niedrigeren Leptinwert und einer schlechteren Antikörper-Reaktion.

Studienleiter Professor Di Yu entdeckte diese Schnittstelle zwischen Stoffwechsel und Immunsystem, als er bereits vor der Coronapandemie die Wirksamkeit von Impfungen gegen Grippe und Hepatitis B untersuchte.

"Unter Einsatz verschiedener komplexer Techniken aus Immunologie, Genetik und Biochemie fand unsere Studie heraus, dass Leptin die Entwicklung und Funktionsweise von Zellen, die für die Antikörperbildung entscheidend sind, direkt unterstützt", erklärte er.

Sowohl bei jüngeren als als bei älteren Menschen wurde Leptin als Faktor bei "beeinträchtigten Impfreaktionen" identifiziert.

Diese Erkenntnisse könnten helfen, die Menschen zu finden, bei denen nach einer Impfung möglicherweise eine zu geringe Antikörperbildung droht, sagte Yu.

Wer fit und gesund ist, hat eher ausgeglichene Leptinwerte, erklärte er: "Wenn wir gesund sind, haben wir einen guten Stoffwechsel und normale Leptinwerte, aber Mangelernährung oder einige Krankheiten können zu einem Absinken des Leptinwertes führen, was wiederum die Impfreaktion und die Abwehrkräfte schwächen kann."

Stark übergewichtige Menschen seien ebenfalls in Gefahr, weil die große Menge an Fettgewebe zu einer Leptinresistenz führen könne, die ebenfalls zu einem verringerten Impfschutz führen könne. Hierzu muss allerdings noch intensiver geforscht werden.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.