Wotan Wilke Möhring: Der tragische Moment, als er seinen Vater verlor

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Es dauerte zehn Jahre, bis Wotan Wilke Möhring (54) erstmals über den Tod seines Vaters sprach, der 2005 bei einem Quad-Unfall im Urlaub ums Leben gekommen war. 2015 beschrieb der Schauspieler ('Tatort') in einem Interview mit dem 'Stern' den tragischen Moment.

"Wir waren allein im Wald"

"Kurz vor der Abfahrt sind mein Vater und ich noch mal zusammen mit einem Quad, also so einem vierrädrigen Motorrad, durch einen Wald gefahren. Und auf einmal - ich weiß nicht, warum - hat er die Kontrolle verloren und ist gegen einen Baum gefahren", erinnerte sich der Star. "Dann waren wir beide allein in diesem Wald. Ich hielt ihn im Arm und er starb. Ich werde das nie in meinem Leben vergessen." Erst mit der Geburt seiner Tochter Mia konnte er das Trauma überwinden. "Da wurde mir klar ... es geht immer weiter."

Wotan Wilke Möhring will kein Helikopter-Vater sein

Für die Sendung 'Bestbesetzung' mit Johannes B. Kerner (56) näherte sich der Schauspieler dem tragischen Ereignis und der Zeit danach jetzt erneut an. "Ich habe bestimmt ein Jahr für die Verarbeitung gebraucht - ich war aus dem Fadenkreuz. Ich bin auf der Straße herumgegangen, wollte mich zerreißen, wollte mich prügeln", so der Star. "Ich wollte, dass ich mich irgendwie spüre - so deute ich das im Nachhinein mit meinem psychologischen Halbwissen."

Und wie ist er selbst als Vater? Er setzt darauf, seine Kinder mit der Realität zu konfrontieren: "Zurückweisung, Ablehnung, Frust: Es ist ganz wichtig, den Kindern früh zu vermitteln, dass sie diese Erfahrungen irgendwann machen müssen." Helikopter-Eltern sieht er daher auch kritisch. "(Sie) berauben (ihre Kinder) um einen großen Teil an Erfahrungen und Mitteln und Wegen, diese selber zu finden und damit umzugehen", so Wotan Wilke Möhring.

Bild: Daniel Bockwoldt/picture-alliance/Cover Images

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