Streit um Mittagessen: Mutter reagiert mit Brief an Lehrerin

Eine Lehrerin kritisierte das mitgebrachte Mittagessen einer Schülerin. Deren Mutter war darüber so außer sich, dass sie einen bissigen Brief an die Lehrerin verfasste.

Sie steckte den Zettel mit der wütenden Notiz in die Brotbüchse ihrer Tochter, damit die Lehrerin ihn findet. Foto: Facebook

Die wütende Mutter teilte die hitzige Notiz, die sie in die Brotbüchse ihrer Tochter gesteckt hatte, in einer lokalen Gruppe ihrer Gemeinde. Auslöser war die Kritik einer Lehrerin am Mittagessen ihres Kindes am Tag zuvor.

„Wenn Sie nicht $$$ für das mitgebrachte Mittagessen meines Kindes ‚zahlen‘ und es mit einem Getränk versorgen, sollten Sie Ihre Meinung für sich behalten. Hören Sie auf, meinem Kind zu sagen, was es in seiner Brotdose haben darf und was nicht!“, stand auf dem Zettel.

„Vielen Dank. Mit freundlichen Grüßen, die MUTTER des Kindes“, schloss die wütende Nachricht ab.

Laut den Kommentaren unter dem Beitrag war der Stein des Anstoßes das Getränk gewesen, dass das Mädchen an diesem Tag mitgebracht hatte. „Eigentlich nimmt sie jeden Tag Wasser mit“, stellte die Frau klar. „Dies war eine Ausnahme und es war noch nicht einmal Fruchtsirup, es war Wasser mit zwei Hydrolaten.“

Des Weiteren schrieb sie, sie dachte, Lehrer sollten ‘sich an ihren Lehrplan halten’ und die Erziehung den Eltern überlassen.

Kritik im Internet

Aber wie sich herausstellte, stimmten ihr nicht alle Eltern zu. Manche bezeichneten ihre Handlung als Überreaktion.

„Ich verstehe es … es ist stressig Kinder großzuziehen“, schrieb eine Mutter. „Aber diese Nachricht lässt dich wie eine Idiotin wirken. Die Lehrerin befolgt nur die Vorschriften des Schulamtes.“

„Falsch, falsch, falsch, diese Notiz ist einfach falsch”, sagte jemand anderes.

Viele waren völlig anderer Ansicht und beschwerten sich, dass die Einmischung von Lehrern bei mitgebrachtem Essen inakzeptabel sei.

Dieser Thread ist Mutter-Mobbing vom Feinsten!”, schrieb eine Frau.

„Ich kann dich verstehen“, schrieb eine andere Mutter.

Geteilte Meinungen über die Vorschrift

Im australischen New South Wales (NSW), wo es zu dem Vorfall kam, wird von den Lehrern eine gewisse Verantwortung in puncto Ernährung gefordert. Doch die Vorschriften zur Überprüfung des Essens von Kindern beziehen sich lediglich auf das Schulessen.

In der NSW-Schulrichtlinie für Ernährung steht: „Unterricht, Lernen und Klassenaktivitäten in anderen wichtigen Lernbereichen sollten wann immer möglich eine gesunde Ernährung und die Versorgung mit guten Nährstoffen unterstützen“.

Besondere Einschränkungen wie Kennzeichnungen und die Markierung von zuckerhaltigen Getränken gelten nur für Lebensmittel, die von der Schule an Schüler verkauft oder verteilt werden. Vom Kindergarten bis zur 10. Klasse werden Schüler im Rahmen von Pflichtkursen, die dieselbe Richtlinie vorschreibt, über Ernährungsthemen informiert.

Penny Burfitt