YouTube könnte unwirtschaftliche Kanäle löschen

teleschau

Die Angst geht um bei YouTubern: Das Videoportal behält sich durch eine Änderung der Nutzungsbedingungen künftig vor, unwirtschaftliche Kanäle dicht zu machen.

Wie jedes andere Unternehmen will auch YouTube Profit machen. Allerdings hat sich um das Videoportal in den vergangenen Jahren ein gewaltiges Ökosystem aus Influencern gebildet. Schon kleine Änderungen in den Nutzungsbedingungen könnten die Existenz tausender YouTuber gefährden - möglicherweise schon recht bald. Denn die ab 10. Dezember geltenden Bedingungen wurden um eine entscheidende Passage ergänzt. Demnach behalte sich YouTube das Recht vor, unwirtschaftliche Kanäle zu löschen - genauer: den "Zugriff auf das Konto zu beenden". Brisant: Das könnte auch den Google-Account betreffen, also etwa Gmail oder andere Dienste. Ob ein Kanal demnach Profit abwerfe, entscheide Google "nach eigenem Ermessen".

Kein Wunder, dass unter YouTubern die Angst umgeht. "Mashable" berichtet von geschockten YouTubern - etwa dem Betreiber eines Wrestling-Kanals: "Sieht so aus, als hätte ich hart gearbeitet, aber nun könnte ich meinen Lebensunterhalt verlieren, meine Leidenschaft und mein Publikum."

Schon länger trimmt Google sein Videoportal knallhart auf Profit. Wer etwa am Partnerprogramm teilnehmen möchte, muss seit Anfang 2018 mindestens 1.000 Abonnenten aufweisen - zudem müssen sich Nutzer innerhalb von zwölf Monaten wenigstens 4.000 Stunden öffentlich zugängliches Videomaterial angesehen haben.