Zu dick trotz Kleidergröße 34/36: Louis Vuitton feuert „aufgeblähtes Model“

Dünn ist nie dünn genug, behauptet jetzt ein dänisches Model. (Bild: AP Photo)

Ein erschreckend-ehrlicher Post sorgt derzeit auf Facebook für Furore. Ein dänisches Model enthüllte, dass sie einen Job beim Label Louis Vuitton verlor, weil sie mit Kleidergröße 34/36 angeblich zu dick für den Laufsteg war.

Die Zeiten von ungesund dürren Models auf den Magazincovern dieser Welt sollten eigentlich vorbei sein. In den letzten Jahren eroberten Kurven-Queens wie Ashley Graham oder Iskra Lawrence die Fashion-Branche. Seit wenigen Wochen sind Magermodels auf den Haute-Couture-Schauen in Frankreich per Gesetz sogar offiziell verboten – und dann das: Die Dänin Ulrikke Louise Lahn Høyer schockierte mit ihrer Geschichte das Netz. Sie wurde kurz vor einer Modenschau gefeuert, weil sie nicht dünn genug war.

Der renommierte Kunde kannte die Körpermaße der Dänin genau und buchte sie scheinbar fest für seine Show. Nach einem Casting und einigen Fittings in Paris wurde das Model nach Japan eingeladen – ein Highlight in der Karriere der 22-Jährigen. Was könnte da schon schiefgehen? Leider eine ganze Menge. Die Blondine hatte sich extra noch einige Zentimeter am Bauch heruntergehungert, weil sie ohnehin dachte, sie sei nicht in Bestform. Als sie mit einem Hüftumfang von 91,5 Zentimetern vor dem Kunden stand, hatte sie eigentlich gehofft, schlank genug zu sein. Doch in Tokio erwartete sie ein herber Rückschlag.

Nach mehrmaligem Anprobieren der edlen Designerstücke informierte man Ulrikkes Agentur plötzlich darüber, dass es Probleme beim Fitting gegeben hätte. Der Bauch sei sehr aufgebläht, das Gesicht aufgedunsen, so das Urteil der Casting-Chefs. „Ulrikke darf in den nächsten 24 Stunden nur noch Wasser trinken“, lautete die Anweisung, die man dem Model ausrichten ließ.


Ulrikke hungerte also, wie es ihr aufgetragen wurde – doch die Mühe war vergebens. Am Tag der Show wurde ihre Anprobe auf eine unbestimmte Uhrzeit verschoben, bis Ulrikkes Agentin ihr schließlich telefonisch ausrichten musste, dass sie nicht auf den Laufsteg darf.

„Es ist schon witzig, dass man immer 0,5 oder einen Zentimeter zu dick sein kann, aber niemals 1-6 Zentimeter zu schmal ist“, so Ulrikkes Fazit. Sie entschied sich dazu, ihre Geschichte zu teilen, um darüber aufzuklären, dass Models mit Größe 34/36 es noch immer schwer im Business haben. Auf Facebook schwappte ihr eine Welle der Solidarität entgegen. Viele machten ihr Komplimente für ihr Aussehen und dankten ihr, dass sie das „Fat Shaming“ in der Modeindustrie erneut zum Thema gemacht hat.

Auch im Internet ist das offenbar ein Problem – dieses Model wurde auf Instagram als zu dick beschimpft: