Die Zukunft ist da: Telepathie funktioniert wirklich

Mit jedem verstreichenden Tag werden Dinge, die wir bisher nur aus Sciencefiction-Filmen kannten, wahrscheinlicher. Einige Erfindungen könnten tatsächlich Realität werden. So scheint es auch im Fall von Telepathie zu sein. Wissenschaftler haben eine neue Technologie entwickelt, die tatsächliche Kommunikation von Gehirn zu Gehirn ermöglicht.

Laut Technology Review haben Andrea Stocco und seine Kollegen der University of Washington ein Gerät, das die elektronische Aktivität des Gehirns aufzeichnet (EEG, oder Elektroenzephalogramm), erfolgreich mit einem Gerät, das Informationen ans Gehirn weitergibt (TMS, transkranielle Magnetstimulation), verbunden. Das so entstandene Netzwerk nannten sie BrainNet.

Sie begannen das System mit einer simplen Aufgabe zu testen: einer vereinfachten Version von Tetris.

Drei Individuen wurden über das Netzwerk miteinander verbunden. Sie sollten gemeinsam ein Spiel spielen, dessen Ziel es war, einen Block auf einem Bildschirm so zu rotieren, dass er in eine Lücke passt. Zwei der Teilnehmer mussten dem Dritten Gehirnsignale senden, mit denen sie andeuteten, ob der Block gedreht werden solle oder nicht. Dies taten sie, indem sie sich auf eines von zwei blinkenden Lichtern konzentrierten, die entweder "rotieren" oder eben "nicht rotieren" bedeuteten. Diese Information wurde dann an die dritte Person weitergeleitet, der die Lücke für den Block nicht sehen konnte. Diese Person musste, angeleitet von den empfangenen Signalen, handeln.

Die Studie testete das BrainNet anhand von fünf Gruppen mit je drei Personen. In unglaublichen 81 % der Fälle funktionierte das Experiment.

Auch wenn es sich hierbei noch um sehr einfache Kommunikation handelt, soll dies nur der Anfang sein. Das Ziel für die Zukunft ist es, dieses Netzwerk um ein Vielfaches zu verbessern und vergrößern, sodass Menschen überall auf der Welt Informationen austauschen können, ohne jemals auch nur ein einziges Wort zu sagen.