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Ein Zulieferer entdeckte in der Produktion der krisengeplagten Boeing 737 Max falsch gebohrte Löcher, über 50 Maschinen sind betroffen

Die Boeing 737 Max. - Copyright: JUSTIN TALLIS/AFP via Getty Images
Die Boeing 737 Max. - Copyright: JUSTIN TALLIS/AFP via Getty Images

Schon wieder ein Produktionsfehler, der Boeing plagt. Ein Zulieferer, der Teile für das 737 Max-Flugzeug liefert, habe fehlerhafte Bohrungen an den Rümpfen von 50 Flugzeugen entdeckt, berichtet das „Wall Street Journal“ (WSJ). Die Flugzeuge befinden sich aber noch in Produktion und sind noch nicht im Einsatz.

Ein Mitarbeiter von Spirit AeroSystems, das den Rumpf und die Streben für verschiedene Boeing-Flugzeuge herstellt, machte dem Bericht zufolge seinen Vorgesetzten auf die ungenauen Bohrungen aufmerksam, während die 737 Max-Flugzeuge den Produktionsprozess durchliefen.

Die Flugzeuge seien noch nicht ausgeliefert, aber die Entdeckung des Problems werde zu Verzögerungen bei der Produktion führen.

"Dies ist die einzige Möglichkeit angesichts unserer Verpflichtung, jedes Mal perfekte Flugzeuge auszuliefern", sagte Stan Deal, Präsident und CEO von Boeing Commercial Airplanes, laut „WSJ“ am Sonntag in einem Memo an die Mitarbeiter.

Vertreter von Boeing und Spirit AeroSystems reagierten nicht sofort auf die Anfragen von Business Insider nach einer Stellungnahme.

Boeings 737 Max-Flugzeuge sind in den vergangenen Monaten verstärkt unter die Lupe genommen worden, nachdem sich am 5. Januar auf einem Flug der Alaska Airlines ein Türstöpsel gelöst hatte und ein Fenster herausgesprungen war. Die Maschine musste notlanden, doch es wurde niemand verletzt.

Der Vorfall habe einen Rumpf von Spirit AeroSystems betroffen, wie „WSJ“ berichtet.

Als Reaktion auf den Zwischenfall im Januar hat die Fluggesellschaft ihre Flotte von insgesamt 65 Boeing 737 Max-9-Flugzeugen bis zur Durchführung einer Sicherheitsinspektion am Boden gehalten. In der anschließenden Inspektion der Flotte hat man "viele" lose Schrauben gefunden.

United Airlines gab außerdem bekannt, dass das Unternehmen lose Schrauben gefunden habe, die "mit Installationsproblemen im Türstecker zusammenhängen".

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