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Die 29 besten Wohlfühlgerichte der Welt im Ranking

Diese kulinarischen Kuscheleinheiten schmecken immer

<p>hussein fara/Shutterstock</p>

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Draußen ist es kalt, Sie fühlen sich angeschlagen oder haben einfach einen schlechten Tag – in solchen Momenten gibt es nichts Besseres als Essen, das mehr als nur Essen ist. Wohlfühlgerichte müssen her, im Englischen bekannt als „Comfort Food“. Diese traditionellen Speisen machen nicht nur satt. Sie erinnern uns an Zuhause, an Familie und fungieren als leckere Trostspender. Gute Hausmannskost, die in diese Kategorie fällt, kennen wir alle. Aber was essen Menschen in anderen Ländern, wenn sie eine kulinarische Streicheleinheit brauchen? Wir haben die ultimative Rangliste für Wohlfühlgerichte aus aller Welt zusammengestellt.

Adaptiert von Barbara Geier

29. Tortilla, Spanien

<p>etorres/Shutterstock</p>

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Das einfache, aber köstliche spanische Kartoffelomelett kann zum Frühstück, zum Mittagessen oder als Tapa am Abend serviert werden. Zur Herkunft der Tortilla gibt es viele Geschichten: Möglicherweise geht das Gericht auf eine arme Bäuerin zurück, die beim Besuch eines Generals nichts anderes als Kartoffeln zur Hand hatte. Oder es wurde von portugiesischen Soldaten importiert, die im 17. Jahrhundert in einem Krieg mit Spanien gefangen genommen worden waren. Was auch immer stimmt, eines ist klar: Die Tortilla ist ein spanischer Klassiker, der im ganzen Land – und darüber hinaus – genossen wird.

28. Eintopf „Dublin Coddle“, Irland

<p>Nicola_Che/Shutterstock</p>

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Der deftige „Dublin Coddle“ geht auf die erste irische Hungersnot im Jahr 1741 zurück, als dieser Eintopf aus Resten zubereitet wurde und alles Verfügbare – ob Wurzelgemüse, Kartoffeln oder Fleischreste – für eine billige und nahrhafte Mahlzeit in einem Topf landete. Heute ist es eine eher fleischlastige Speise mit Zwiebeln, Kartoffeln, Speck und Würstchen. Dazu eine Scheibe Sodabrot – und Sie holen sich ein Stück Irland nach Hause.

27. Köttbullar, Schweden

<p>Brent Hofacker/Shutterstock</p>

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Woran denken wir bei Schweden? Natürlich, an Ikea – und die unverwechselbaren Fleischbällchen „Köttbullar“. Es gibt Theorien, dass dieses so typisch schwedische Gericht auf einem türkischen Rezept aus dem 18. Jahrhundert basiert, das vom damaligen König Karl XII. nach Skandinavien gebracht wurde. Die Fleischbällchen aus Rinder- und Schweinehack werden in einer reichhaltigen, cremigen Sauce gekocht und traditionell mit Kartoffelpüree und Preiselbeermarmelade serviert. Und das schwedische Wort für diese Art von Küche – „Husmanskost“ – kennen wir im Deutschen ja auch …

26. Piroggen, Polen

<p>Brent Hofacker/Shutterstock</p>

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Diese kleinen, leckeren Teigtaschen in Halbmondform sind seit dem 13. Jahrhundert ein fester Bestandteil der polnischen Esskultur. Mit St. Hyazinth von Polen haben sie sogar ihren eigenen Schutzpatron. Piroggen können mit allen möglichen Köstlichkeiten gefüllt sein. Die beliebtesten „Innereien“ sind aber Käse und Kartoffeln, Kraut und Pilze oder Fleisch und Beerenobst. Der Teig besteht aus einer einfachen Mehl- und Wassermischung, die manchmal mit einem Ei angereichert wird. Nach dem Füllen werden die Knödel in kochendem Wasser pochiert und anschließend in Butter gebraten.

25. Wiener Schnitzel, Österreich

<p>Brent Hofacker/Shutterstock</p>

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Das Wiener Schnitzel kommt aus Österreich. Logisch, oder? Möchte man meinen, aber es gibt einige, die das panierte Kalbsschnitzel ursprünglich in Norditalien verorten. Andere sagen, dass es natürlich durch und durch österreichisch ist und bereits 1831 in einem Kochbuch auftauchte. Das mit Kartoffeln oder Kartoffelsalat und einer Zitrone servierte österreichische Nationalgericht muss per Gesetz aus Kalbfleisch sein. Alles andere ist offiziell kein „echtes“ Wiener Schnitzel.

24. Käsefondue, Schweiz

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Das Wort Fondue kommt von dem französischen Begriff „fondre“, was „schmelzen“ bedeutet. Wir assoziieren die leckere Käsetunkerei heute meist mit Winter, den Bergen und Skifahren. Ursprünglich war es einfach nur eine Methode, um Käsereste und altes Brot zu verwerten. Ab 1905 wurde Maismehl verwendet, um den mit Weißwein angereicherten geschmolzenen Käse zu einer reichhaltigen Masse zu stabilisieren, die sich perfekt zum Eintunken eignet. In den 1970er-Jahren zeigte eine Werbekampagne der Schweizerischen Käseunion glückliche Menschen beim Fonduegenuss und machte das Gericht damit weltweit zum Renner.

23. Bitterballen, Niederlande

<p>studio vanDam/Shutterstock</p>

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Viele klassische Wohlfühlessen sind ursprünglich aus der Resteverwertung entstanden. Die niederländischen Fleischragout-Bällchen „Bitterballen“ sind ein Beispiel dafür, denn sie wurden aus den Fleischresten des Wochenendbratens zubereitet und mit Béchamelsauce knusprig frittiert. Heute wird das Gericht nur noch selten zu Hause zubereitet. Die Fleischköstlichkeiten sind aber ein sehr beliebter Kneipen-Snack, den man auch in Imbissbuden mit Pommes frites kaufen kann.

22. Congee, China

<p>jrieka/Shutterstock</p>

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Für Congee wird Reis mit viel Wasser so lange gekocht, bis er zu einem dickflüssigen, sättigenden Brei wird. Dieser kann anschließend mit Zutaten wie knusprigen Schalotten, Eiern oder Beeren aufgepeppt werden. Das Gericht wird seit 3.000 Jahren in ganz Südostasien gegessen und heißt in China „Zhou“. Die klassische Frühstücksspeise ist wegen ihrer leichten Verdaulichkeit auch ein beliebtes Essen für Kinder und Kranke.

21. Boeuf Stroganoff, Russland

<p>Valkyrielynn/Shutterstock</p>

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Boeuf Stroganoff ist die russische Variante eines Geschnetzelten. Das mit einer cremigen Sauce servierte Gericht wurde nach Graf Pavel Stroganoff benannt, der im 18. Jahrhundert viel auf Reisen in Europa unterwegs war. Sein französischer Koch soll das Stroganoff-Rindfleischgericht kreiert haben, indem er für die Sauce Senf und Zwiebeln mit dem russischen Grundnahrungsmittel Sauerrahm kombinierte. Die einfach zuzubereitende Mahlzeit ist als Küchenklassiker auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchaus beliebt.

20. Gulasch, Ungarn

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Gulasch ist ein deftiges Ragout aus langsam gegartem Rindfleisch, Zwiebeln und Gemüse, das in einer reichhaltigen, mit Paprika und Kümmel gewürzten Tomatensauce serviert wird. Die ungarische Spezialität wurde bereits im 9. Jahrhundert von Rinderhirten, ungarisch „gulyàs“, zubereitet. Paprika gehört erst seit dem 16. Jahrhundert zum Rezept. Gulasch wird traditionell mit gedämpften Knödeln serviert und ist gerade im Winter eine wunderbar wärmende Mahlzeit.

19. Aztekensuppe, Mexiko

<p>Guajillo studio/Shutterstock</p>

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In einer Liste klassischer Wohlfühlgerichte darf eine Hühnersuppe nicht fehlen, und wir haben uns für diese mexikanische Lieblingsspeise entschieden: Für die Aztekensuppe wird eine leichte Hühnerbrühe mit Chilis, Knoblauch, Zwiebeln und gebratenen Tortillas angereichert. Die Hühner-Tortilla-Suppe soll als Resteverwertung für Tortillas in Zentralmexiko entstanden sein und wird zusätzlich zu den knusprigen Tortillas mit geschreddertem Hühnerfleisch, Avocado, Koriander, mexikanischem Käse und Limette serviert.

18. Shakshuka, Nordafrika

<p>DronG/Shutterstock</p>

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Shakshuka, was im Arabischen „Mischung“ bedeutet, besteht aus pochierten Eiern in einer schmackhaften Tomatensauce, die mit Zwiebeln, Paprika und Knoblauch gewürzt ist. Das Gericht ist weltweit als ein herzhaftes Frühstück beliebt, wird in seiner nordafrikanischen Heimat allerdings meist abends gegessen. Sein Ursprung soll im 16. Jahrhundert liegen, als zum ersten Mal Tomaten aus Südamerika nach Nordafrika kamen.

17. Spätzle, Deutschland

<p>Nina Alizada/Shutterstock</p>

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An deftiger Hausmannskost mit Wohlfühlfaktor herrscht in der deutschen Küche wahrhaftig kein Mangel. Schwäbische Spätzle sind daher nur ein Beispiel von vielen, das nicht nur deutschlandweit schmeckt – ob als Beilage oder in der beliebten Käsespätzle-Variante als eigenständige Mahlzeit. Zum Namen gibt es verschiedene Theorien: Eine besagt, dass der Ursprung des Wortes „Spätzle“ auf die Art und Weise zurückzuführen ist, wie der Teig in der frühen Zubereitung gehandhabt wurde, bevor spezielle Pressen verfügbar waren. Damals wurde der Teig wie ein kleiner Spatz in der Hand gehalten, um mit einem Löffel kleine Teigstücke, die als „kleine Spatzen" bezeichnet wurden, in kochendes Wasser abzuspalten. Eine andere Theorie besagt, dass der Begriff auf das italienische Wort „spezzato“ (gestückelt) zurückgeht.

16. Khichdi, Indien

<p>SMDSS/Shutterstock</p>

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Khichdi, ein einfaches Reis- und Linsengericht, wurde bereits im 8. Jahrhundert in Indien erwähnt. Landesweit gibt es unzählige Variationen des Rezepts, bei denen jeweils andere Gewürze und Linsen verwendet werden. Das proteinreiche Essen ist oft die erste feste Nahrung, die indische Babys zu sich nehmen, und gilt allgemein als gesunde Mahlzeit, wenn man sich angeschlagen fühlt.

15. Bobotie, Südafrika

<p>BBA Photography/Shutterstock</p>

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Dieses südafrikanische Hackfleischgericht aus Rind oder Lamm wurde angeblich in einer frühen Version von den holländischen Kolonisten ins Land gebracht und gilt inzwischen als Nationalgericht. Die heutige Variante wurde kulinarisch von den Kapmalaien beeinflusst, eine aus Südostasien stammende ethnische Gruppe. Für die Zubereitung wird Hackfleisch mit Curry und getrockneten Früchten angereichert und mit einer herzhaften Eiermilch überbacken. Dazu gibt es in der Regel Kurkumareis, Chutney und Sambal, eine indonesische Würzsauce aus gehackten Tomaten, Zwiebeln, Koriander, Essig und Zucker.

14. Feijoada, Brasilien

<p>Paulo Vilela/Shutterstock</p>

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Dieser herzhafte Eintopf aus Schweine- und Rindfleisch sowie schwarzen Bohnen ist das brasilianische Nationalgericht. Er wird traditionell mit Orangenscheiben, Frühlingsgemüse und Reis serviert, nachdem er viele Stunden vor sich hingekocht hat. Manche Historiker meinen, die Portugiesen hätten das Rezept im Original über den Atlantik mitgebracht. Andere schreiben es Sklaven zu, die Fleischreste mit billigen und nahrhaften Bohnen angereichert haben. 1833 tauchte es zum ersten Mal auf der Speisekarte eines feinen brasilianischen Restaurants auf und ist seither im ganzen Land beliebt.

13. Kimchi-Eintopf, Korea

<p>sasazawa/Shutterstock</p>

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Nichts verkörpert die koreanische Küche so sehr wie ihr Nationalgericht Kimchi. Dieser fermentierte Chinakohl wird bereits im 1. Jahrhundert erwähnt, und heute verzehrt der Durchschnittskoreaner jedes Jahr rund 36 Kilogramm davon. Zu dem Kimchi-Eintopf gehört neben dem Gemüse Schweinebauch, Chili und Sesamöl. Vor allem im Winter ist er ein äußerst beliebtes Wohlfühlessen.

12. Fleischpasteten, Australien

<p>AS Foodstudio/Shutterstock</p>

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Australier liegen ihre Pasteten ganz besonders am Herzen. Sie sind beliebte Snacks beim Sport und ein Muss auf jedem Roadtrip. Eine klassische australische Fleischpastete besteht aus Rinderhackfleisch, das in einer reichhaltigen Bratensauce gekocht und mit einem Klecks Ketchup auf einem Mürbeteigboden mit Blätterteigdeckel serviert wird. Die Geschichte der Pastete lässt sich bis zur sogenannten Ersten Flotte zurückverfolgen, mit der die ersten britischen Kolonisten und Sträflinge nach Australien kamen. Heute gibt es in Australien keine Bäckerei und keinen Tankstellen-Shop, der keine Pasteten verkauft.

11. Poutine, Kanada

<p>Foodio/Shutterstock</p>

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Die kohlenhydratreiche, kanadische Leckerei Poutine wurde erstmals in den 1950er-Jahren in der Provinz Québec serviert. Die Kombination aus Pommes frites, Käsebruch und Bratensauce ist heftig – und ein absoluter Fast-Food-Liebling in Kanada. Wer Poutine zu Hause nachkochen möchte und keinen Käsebruch findet, hat in Mozzarella eine leckere Alternative.

10. Shepherd's Pie, Großbritannien

<p>margouillat photo/Shutterstock</p>

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Shepherd's Pie gibt es in Großbritannien seit dem 18. Jahrhundert. Damals hieß das Auflauf-Gericht noch Cottage Pie und war ein typisches Arme-Leute-Essen: Fleischreste wurden mit Kartoffeln zu einer herzhaften Mahlzeit kombiniert. Im Laufe der Jahre nannte man dann alle Pies, die mit Lammfleisch zubereitet wurden, Shepherd’s Pie, während Rindfleisch-Varianten als Cottage Pie bezeichnet wurden. Beide Pie-Arten werden heutzutage mit Hackfleisch zubereitet. Früher wurde das Fleisch noch von Hand zerkleinert, bevor es mit Wurzelgemüse und Brühe gekocht wurde.

9. Kuschari, Ägypten

<p>hussein fara/Shutterstock</p>

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Für das ägyptische Nationalgericht Kuschari werden Reis, Linsen, Kichererbsen und Nudeln gemischt und mit einer Tomatensauce und knusprigen Zwiebeln gewürzt. Seine Ursprünge gehen ins 19. Jahrhundert zurück, als das Land unter britischer Kolonialherrschaft stand. Die Aromen und Zutaten sind ein Mix aus indischer und mediterraner Küche, die den Einfluss von ausländischen Händlern und Einwanderern widerspiegeln. Früher war Kuschari ein klassisches Arbeiterklasse-Essen. Ob Straßenstand oder schickes Restaurant – heute wird das günstige und sehr nahrhafte Gericht überall in Ägypten genossen.

8. Mac 'n' Cheese, USA

<p>George Dolgikh/Shutterstock</p>

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Über die Ursprünge dieses US-Klassikers, das auf Speisekarten im ganzen Land zu finden ist und in vielen Haushalten zum Alltag gehört, streiten sich kulinarische Experten. Angeblich sollen die mit Käse überbackenen Makkaroni mit Thomas Jefferson, dem dritten amerikanischen Präsidenten, von Europa nach Amerika gekommen sein. Bei einem Frankreichbesuch habe dieser an einem dort servierten Nudelgericht so sehr Gefallen gefunden, dass er mit passenden Rezepten und einer Pastamaschine in die USA zurückreiste. 1937 brachte der Lebensmittelhersteller Kraft Foods die käsige Pastavariante unter dem Namen „Kraft Dinner“ in einer abgepackten Version auf den Markt: Mit Verkaufszahlen von einer Million pro Tag in den USA und weltweit schmeckt das Gericht auch heute noch sehr vielen.

7. Curry Udon, Japan

<p>funny face/Shutterstock</p>

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Diese japanische Suppe mit dicken Udon-Nudeln erwärmt Herz und Magen und wurde angeblich Ende des 19. Jahrhunderts vom britischen Militär ins Land gebracht. Ihre Aromen sind eher süß als scharf, denn die sämige japanische Leibspeise enthält oft Zutaten wie Apfel oder Banane. Als günstiges und einfaches Gericht war Curry Udon anfangs vor allem bei der japanischen Armee und Marine beliebt. Heute wird es überall serviert – von Fast-Food-Läden bis hin zu noblen Restaurants.

6. Borscht, Ukraine

<p>Lipatova Maryna/Shutterstock</p>

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Borschtsch wurde von der UNESCO als schützenswertes ukrainisches Kulturerbe eingestuft. Die Rote-Bete-Suppe verkörpert das gemütliche Miteinander im Familien- und Freundeskreis und hat eine jahrhundertelange Geschichte. Der Name leitet sich von einem alten Wort für Rote Bete ab. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich das herzhafte Nationalgericht der Ukraine weiterentwickelt, enthält aber immer noch Rote Bete, Kohl und Fleischbrühe und wird oft mit einem schönen Klecks saurer Sahne serviert.

5. Moussaka, Griechenland

<p>Irina Meliukh/Shutterstock</p>

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Moussaka – ein typisch griechisches Gericht? Ja und nein. Der Auflauf aus Auberginen, Kartoffeln, Fleisch, Tomatensauce und Béchamel ist zwar ein fester Bestandteil griechischer Kulinarik, hat aber eine komplexe Geschichte: Ursprünglich war es ein türkisches Gericht mit gebratenem Gemüse und Hackfleisch. Die Béchamelsauce kam Anfang des 20. Jahrhunderts hinzu, um dem leckeren Gemisch eine europäische Note zu geben, und heute ist Moussaka synonym mit Griechenland. Obwohl viele das Gericht mit Lammfleisch assoziieren, wird es in Griechenland meist mit Schweine- oder Rindfleisch bzw. einer Mischung aus beidem zubereitet.

4. Zwiebelsuppe, Frankreich

<p>ziz000/Shutterstock</p>

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Zwiebelsuppen gibt es schon seit der Römerzeit, und die klassische französische Version ist ein Dauerbrenner. Ihre heutige Form mit langsam gekochten, karamellisierten Zwiebeln, die in einer reichhaltigen Rinderbrühe geschmort und mit Gruyère-Baguettescheiben belegt werden, entstand Mitte des 19. Jahrhunderts in Paris. Rund um den 24-Stunden-Großmarkt Les Halles wurde die sättigende und herzhafte Suppe sowohl von Marktarbeitern als auch von feinen Pariserinnen und Parisern nach einer Nacht im Kabarett gerne gegessen.

3. Fish and Chips, Großbritannien

<p>Ezume Images/Shutterstock</p>

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Die Kombination aus paniertem Fisch und Pommes frites ist ein so wichtiger Bestandteil der britischen Kultur, dass der damalige Premierminister Winston Churchill das Gericht während des Zweiten Weltkriegs von der Liste rationalisierter Lebensmittel strich, damit die Moral im Land keinen ernsthaften Schaden nehmen würde. Das inzwischen weltweit beliebte Gericht mit meist Kabeljau oder Schellfisch und den typisch britischen dicken und eher weich als knusprigen Pommes frites wurde bis 1980 in Zeitungspapier eingewickelt serviert. Essig und Salz gehören unbedingt dazu. Weitere Beilagen wie Sauce Tartare und Erbsenpüree sind optional.

2. Käsetoast, USA

<p>Brent Hofacker/Shutterstock</p>

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Leckere Kombinationen aus Käse und Toast gibt es viele, und wir hätten hier auch genauso gut den französischen Klassiker Croque Monsieur nennen können. Das amerikanische Käsetoast – oder „grilled cheese sandwich“ in den USA – ist aber so genial gut in seiner Einfachheit, dass es in unserem Ranking ganz oben mit dabei sein muss. Die Popularität von Käsetoast nahm in den USA ab 1950 sprunghaft zu, nachdem Kraft seine heute als „Kraft Singles“ bekannten, individuell verpackten Käsescheiben auf den Markt gebracht hatte. Die Kombination dieser Schmelzkäsescheiben mit einer weiteren modernen Erfindung, dem geschnittenen Toastbrot, ist heute ein Klassiker der amerikanischen Alltagsküche.

1. Lasagne, Italien

<p>Esin Deniz/Shutterstock</p>

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Dieses ultimative italienische Wohlfühlgericht hat seine Wurzeln in der römischen Küche der Antike. Die ursprüngliche Lasagne-Version war bei weitem nicht so üppig wie die aus verschiedenen Pastaschichten bestehende und mit Sauce übergossene Mahlzeit, die wir heute kennen. In Italien hat jede Region ihre eigene Variante. Die überbackene Lasagne al forno, die Menschen auf der ganzen Welt – und nicht zuletzt bei uns – so gut schmeckt, verdanken wir der norditalienischen Region Emilia-Romagna.