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30 Jahre Mauerfall

Am Anfang stand ein Versehen: Auf eine Frage des italienischen Reporters Riccardo Ehrmann über das Reisegetz der DDR erklärte SED-Funktionär Günter Schabowski auf einer Pressekonferenz am 9. November 1989 gegen 19 Uhr, dass nach der neuesten Fassung alle DDR-Bürger ohne Einschränkungen ausreisen dürften. Die Gesetzesvorlage hatte ihm SED-Chef Egon Krenz kurz zuvor in die Hand gedrückt, dabei jedoch den Hinweis vergessen, dass diese noch nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war. Die Änderung war auf Druck der Regierung in Prag zustande gekommen, die zunehmend gegen die massenhafte Ausreise von DDR-Bürgern über die Tschechoslowakei protestierte. Eigentlich war aber erst für den Dezember eine kontrollierte Grenzöffnung geplant. (Bild: dpa)

30 Jahre Mauerfall: Bilder einer historischen Nacht

28 Jahre trennte die Mauer Ost- und West-Berlin als brutalster Ausdruck der deutschen Teilung. Im Jahr 1989 wuchs der Druck auf das DDR-Regime, das Ende der Mauer kam dann jedoch trotzdem überraschend.