Alles Karo: Das sind die Lieblingsmuster der Stars

Ena Clarke
Freie Autorin

Sie sind überall, in allen Ausführungen und manchmal ganz schön kleinkariert: Karomuster haben in der Wintersaison mal wieder den Weg vom Runway auf die Straße gefunden. Aber natürlich ist Karo nicht gleich Karo. Welche Unterschiede es zwischen Vichy und Glencheck gibt und welchem Muster die Stars verfallen sind – ein Überblick.

Queen Elizabeth II. mit einer Decke mit klassischem Tartan-Muster. (Bild: Getty Images)

Tartan auch als Schottenkaro bekannt

Tartan, auch Schottenkaro oder Schottenmuster genannt, ist eines der bekanntesten und geschichtsträchtigsten Karomuster: Das für Tartan typische Karomuster entsteht beim Weben durch die Verwendung von verschiedenfarbigen Fäden, so dass teils einander überlagernde Karos entstehen. In Schottland gibt es Clan-Tartans aus einer besonderen Abfolge von Farben und Farbkombis, die nur von Angehörigen des jeweiligen Clans getragen werden.

Herzogin Kate: Sie macht diesen Haarschmuck wieder zum Trend

Nicht ganz so streng gesehen wird das beim “Royal Stewart Tartan”: Ihn dürfen alle tragen, die in “Verbindung” mit dem britischen Königshaus stehen, ein bestimmter Verwandtheitsgrad ist nicht notwendig. Queen Elizabeth II. ist mit ihrer Tartan-Decke in jedem Fall auf der (stil-)sicheren Seite.

Herzogin Kate im Faltenrock mit Tartan-Muster. (Bild: Getty Images)

Herzogin Kate seit Jahren Tartan-Fan

Herzogin Kate, ehemals Kate Middleton, ist schon seit Jahren Fan des Tartan-Musters. Ob als Minirock, Faltenrock oder als Blazer: Die Herzogin von Cambridge trägt Tartan in allen Variationen – hier im Dezember 2018 bei einem Weihnachtsempfang im Kensington Palace.

Beim Vichy-Karo werden Streifen gleicher Farbe und gleichen Abstands miteinander gekreuzt. (Bild: Getty Images)

Vichy (englisch: Gingham) ist ein schlichtes Karomuster

Ein schlichtes Muster, das sich gerade deshalb wieder wachsender Beliebtheit erfreut: Beim Vichy-Karo werden Streifen gleicher Farbe und gleichen Abstands miteinander gekreuzt, meist auf weißer, roter oder schwarzer Grundfarbe.

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Vichy ist oft als Tischdecke in italienischen Restaurants zu sehen – in der Mode haben das Muster in dieser Saison besonders dänische Designer wie Baum und Pferdgarten auf den Laufsteg gebracht. Auch Bill Kaulitz, hier bei einer Veranstaltung in Los Angeles im November 2018, kann sich mit dem Look anfreunden.

Amal Clooney mit einer eleganten Vichy-Hose. (Bild: Getty Images)

Amal Clooney im femininen Vichy-Look

Amal Clooney trägt Vichy in der feminineren Variante: Feine schwarze Streifen auf weißem Grund machen aus dem Holzfäller-Look von Bill Kaulitz (siehe vorheriges Bild) gleich ein fragil-elegantes Muster zum Ausgehen.

Adam Levine trägt großkariertes Vichy in Schwarz, Grau und Creme. (Bild: Getty Images)

Adam Levine mit abgewandeltem Vichy-Karo

Eine Abwandlung des Vichy-Karos ist die Einbindung einer ähnlichen Farbnuance in das ansonsten immer gleiche Streifenspiel: Adam Levine trägt großkariertes Vichy in Schwarz, Grau und Creme als Juror der amerikanischen Ausgabe von “The Voice”.

Das Pepita-Muster besteht aus kleinen Karos in diagonaler Verbindung. (Bild: Getty Images)

Kleinkariertes Pepita

Nach der spanischen Tänzerin Josefa de la Oliva benannt, besteht dieses Muster aus kleinen Karos in diagonaler Verbindung. Sind die Karos nicht größer als einen Zentimeter, spricht man von Pepita. Taylor Swifts Outfit bei den MTV Video Music Awards 2015 hat definitiv zum Revival des Musters beigetragen.

Pepita und Hahnentritt sehen sich zum Verwechseln ähnlich. (Bild: Getty Images)

Unterschied zwischen Pepita und Hahnentritt

Pepita oder Hahnentritt? Die Muster sind sich zum Verwechseln ähnlich, unterscheiden sich jedoch durch ein wichtiges Mini-Detail: Die Verbindungen zwischen den einzelnen Karo-Feldern verlaufen beim Hahnentritt im rechten Winkel – und nicht diagonal wie bei Pepita.

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Nicht, dass bei diesem strahlenden Lächeln von Spike Lee, hier bei der Premiere von “To Kill A Mockingbird” im Dezember 2018, noch irgendjemand auf das Muster seines Mantels achten würde…

Kristen Stewart in Hahnentritt-Hose. (Bild: Getty Images)

Kristen Stewart in Hahnentritt-Hose

Es ist so fein, dass man das Muster aus der Ferne glatt für Streifen halten könnte: Kristen Stewart in Hahnentritt-Hose bei der CFDA/Vogue Fashion Fund Show 2016 in Los Angeles.

Glencheck besteht aus mehrfarbigen Karos, die durch unterschiedliche Bindungsarten beim Weben erzeugt werden. (Bild: Getty Images)

Mehrfarbiges Glencheck

Glencheck ist ein weiteres traditionsreiches schottisches Muster, das aus mehrfarbigen Karos besteht, die durch unterschiedliche Bindungsarten beim Weben erzeugt werden.

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Die einzelnen Felder variieren stark voneinander und bringen das besondere Muster zur Geltung. Alexandra Lapp machte sich bei der Paris Fashion Week zum Zentrum der Aufmerksamkeit in diesem Glencheck-Allover-Look.

Das Muster erlebt derzeit ein echtes Fashion-Revival. (Bild: Getty Images)

Rautenförmiges Argyle

Kinder der 1990er wird dieses Karo an die Benetton-Pullover des vorigen Jahrtausends erinnern. Jetzt erlebt das Muster, das aus rautenförmigen, schachbrettartig angeordneten Blöcken, Quadraten oder spitz zulaufenden Rechtecken besteht, ein echtes Fashion-Revival. Emily Blunt hat das schon 2017 erkannt – hier auf dem Weg zur Late Show mit Stephen Colbert.

Eleonora Carisi in Argyle plus Colour Blocking. (Bild: Getty Images)

Eleonora Carisi: Argyle samt Colour Blocking

Geht auch in farbenfroh: Eleonora Carisi setzte bei der Fashion Week in Mailand im September 2018 auf Argyle plus Colour Blocking.

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