Angela Merkel: Kein Bedauern in Bezug auf ihren Umgang mit Wladimir Putin

Angela Merkel credit:Bang Showbiz
Angela Merkel credit:Bang Showbiz

Die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat behauptet, dass ihr Widerstand gegen eine mögliche Nato-Mitgliedschaft der Ukraine dem Land geholfen habe.

Die 67-jährige einstige CDU-Politikerin soll Berichten der 'The Guardian'-Zeitung zufolge ihren Umgang mit Wladimir Putin während ihrer Amtszeit nicht bereuen und argumentierte, dass Russlands Präsident den von ihrer Regierung blockierten Nato-Mitgliedschaftsplan für die Ukraine von 2008 als eine "Kriegserklärung" betrachtet hätte.

Die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin behauptete, dass eine von Oligarchen geführte und demokratisch unreife Ukraine zu dem damaligen Zeitpunkt weniger auf eine Invasion vorbereitet gewesen wäre. In einem Bühneninterview am Dienstagabend (7. Juni) im Berliner Ensemble erklärte Merkel: "Ich würde mich sehr schlecht fühlen, wenn ich damals gesagt hätte: 'Es hat keinen Zweck, mit diesem Mann [Putin] zu reden.'" Die ehemalige Bundeskanzlerin Deutschlands fügte hinzu: "Es ist eine große Tragödie, dass es nicht funktionierte, aber ich mache mir keine Vorwürfe darüber, dass ich es versucht habe." Auf die Frage, ob sie es bedauere, sich 2008 gegen den von den Vereinigten Staaten angeführten Aktionsplan zur Nato-Mitgliedschaft der Ukraine und Georgiens ausgesprochen zu haben, verkündete Merkel: "Die Ukraine war nicht das Land, das wir heute kennen. Damals ist es eine sehr gespaltene Ukraine gewesen … sogar die reformistischen Kräfte [Julia] Timoschenko und [Viktor] Juschtschenko sind sich nicht einig gewesen. Das heißt, es war kein Land, dessen Demokratie innerlich gestärkt war." Angela verriet zudem, die Ukraine sei damals "von Oligarchen regiert" worden und verteidigte die von ihr verabschiedeten Abkommen, durch die die Ukraine ihrer Meinung nach mehr Zeit dazu gewonnen hätte. "Das hat die Angelegenheiten beruhigt und der Ukraine Zeit verschafft, sich zu dem Land zu entwickeln, das es heute ist." Zudem lobte sie den Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für seine Führung während des Russland-Ukraine-Krieges und bemerkte, dass dieser eine neue Ukraine repräsentieren würde.

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