Ariana Grande wegen Vogue-Cover unter Beschuss: „Seit wann ist sie dunkelhäutig?“

Ariana Grande steht wegen ihrer “auffällig dunkleren“ Haut auf dem neuesten Cover der Zeitschrift Vogue unter Beschuss.

Ariana Grande für Vogue, August 2019. Bild via Zeitschrift Vogue. Fotografiert von Annie Leibovitz.

Die 26jährige mit der Superstimme ist Titelstar der August-Ausgabe der Zeitschrift. Hier posiert sie mit ihrem geliebten Hund Toulouse. Grande enthüllte das von Annie Leibovitz fotografierte Cover auf Instagram, wo ihr mehr als 159 Millionen Fans folgen.

„Danke, dass ich im Hintergrund von Toulouses erstem Vogue-Cover sein darf“, kommentierte sie das Foto.

Danke, dass ich im Hintergrund von Toulouses erstem Vogue-Cover sein darf @voguemagazine

Foto von Annie Leibovitz

Story von Rob Haskell

Danke an die unglaublichen

@tonnegood @thejoshliu
@hannah_murray1 @sergiokletnoy

Grande posiert mit übergroßem Hut und natürlichem Make-Up. Der Träger ihres schwarzen Dior-Kleides rutscht ihr von der Schulter, während sie in die Kamera schmachtet. Obwohl sie von vielen Fans für den wichtigen Karriere-Meilenstein des Vogue-Covers gefeiert wurde, kritisierten andere sie und die Zeitschrift jedoch für ihre merklich veränderte Hautfarbe.

„Seit wann ist sie dunkelhäutig?”, kommentierte jemand. Jemand anderes fragte: „Warum tut diese weiße Frau so, als sei sie eine dunkelhäutige/schwarze Frau?“

Ohne ihren typischen Pferdeschwanz fanden einige Fans Grande auf dem Foto im klassischen Hollywood-Stil „nicht kenntlich“, während andere begannen, sie als „Rachel Dolezal“ zu bezeichnen.

Viele kritisieren die Vogue und das Kreativteam dafür, diese negativen Reaktionen auf Grandes Look nicht vorausgesehen zu haben.

„Das ist Blackfacing. Wie könnt ihr meinen, dass das okay ist?“, fragte jemand in den Sozialen Netzwerken. „Hunderte von Menschen müssen sich gedacht haben: „Ja, das passt so.“

Grande mit ihrer Großmutter Marjorie und ihrer Mutter Joan. Bild via Vogue. Foto von Annie Leibovitz.

Trotz der harschen Kritik verteidigen Grandes treue Fans das Cover und erklären sich ihre dunkle Hautfarbe durch ihre italienischen Wurzeln.

„An alle Leute, die sich darüber beschweren, wie sie aussieht: Tut euch selbst einen Gefallen und bucht ein Flugticket nach Südeuropa”, schrieb ein Grande-Fan. „Ihr werdet überrascht sein, dass es mehr gibt als nur Schwarz und Weiß. Oder leiht euch einfach einen italienischen oder spanischen Film aus, der im Süden spielt.“

Andere sehen überhaupt kein Problem mit Grandes Hautfarbe.

„Ihr tut so, als sei sie die erste weiße Frau, die Selbstbräuner benutzt“, schrieb ein Nutzer.

Bild via Getty Images.

Die Diskussionen um das Cover unterscheiden sich sehr von dem ernsten Thema, um das es im Interview mit ihr geht. Grande öffnet sich der Zeitschrift und erzählt von ihrer posttraumatischen Belastungsstörung. Bei ihrem Konzert in Manchester im Mai 2017 kamen bei Bombenanschlägen 22 Menschen ums Leben. Sie spricht außerdem über den Tod ihres Ex-Freundes, Rapper MacMiller, der letztes Jahr an einer Drogen-Überdosis gestorben ist.

„Sie nimmt so ziemlich alles ein”, sagt Grande über ihre Trauer. „Was wir hatten, war sicherlich nicht perfekt, aber… verdammt. Er war der beste Mensch überhaupt und verdiente die Dämonen nicht, mit denen er zu kämpfen hatte. Ich war für sehr lange Zeit der Kit, aber ich merkte, dass ich alles immer weniger zusammenhalten konnte. Die Einzelteile drifteten einfach auseinander.“