Depression: Wer nicht nach seiner inneren Uhr lebt, ist gefährdet

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Menschen, deren Schlafmuster ihrem Naturell zuwider laufen, haben ein erhöhtes Risiko, an Depressionen zu erkranken.

Das ist das Ergebnis einer neuen Studie, die an der Universität von Exeter durchgeführt wurde. Forscher entdeckten, dass diejenigen, die nicht im Einklang mit ihrer inneren Uhr leben, eher Gefahr laufen, an Depressionen zu erkranken und weniger mentales Wohlbefinden an den Tag legen.

Wer von Natur Frühaufsteher ist, hat einen Vorteil: Hier sind Depressionen seltener, und die Gesellschaft ist größtenteils auf Frühaufsteher ausgerichtet. Hier würde es den Betroffenen helfen, wenn sie ihre Arbeitszeiten flexibler auf ihren natürlichen Rhythmus einstellen könnten.

Das Team entdeckte insgesamt 351 Gene, die damit in Zusammenhang stehen, ob jemand Frühaufsteher oder Nachteule ist. Durch Mendelsche Randomisierung wurde ermittelt, ob diese Gene auch mit psychischen Krankheiten wie Depression einhergehen.

Rund 450.000 Teilnehmer füllten Fragebogen aus, in denen sie angaben, ob sie eher ein Morgenmensch oder eine Nachteule sind. Zudem verglich man die Schlafdaten von weiteren 85.000 Freiwilligen.

Dabei berichteten diejenigen, die nicht synchron mit ihrer inneren Uhr waren, häufiger von Depressionen und einem schlechteren mentalen Wohlbefinden.

Hier sieht die Studienleiterin Dr. Jessica Tyrrell auch die Arbeitgeber in der Verantwortung. Sie sollten die Arbeitszeiten entsprechend gestalten, um dem mentalen Wohlbefinden ihrer Angestellten entgegenzukommen. Ein erster Schritt sei bereits durch vermehrtes Homeoffice im Lockdown erfolgt.

"Die Covid-Pandemie hat für viele Leute erstmals eine Flexibilität der Arbeitszeiten mit sich gebracht. Unsere Studien zeigen, dass Arbeitszeiten, die an die innere Uhr des Einzelnen angelehnt sind, deren psychische Gesundheit und Wohlbefinden verbessern."

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