Der Umwelt zuliebe: 5 Dinge, die wir nicht in die Toilette werfen sollten

Nina Baum
Freie Autorin für Yahoo Style
In die Toilette gehört einiges, aber sicher kein Plastik. (Bild: Getty Images)

Neben dem kleinen und großen Geschäft landen in vielen Haushalten auch Dinge in der Toilette oder im Waschbecken, die unser Abwassersystem und auch die Meere nachhaltig belasten.

Die Kontaktlinsen mal eben in der Toilette runtergespült, den Haushaltsreiniger flink am Waschbecken entleert. Selbst kleinste Plastikpartikel und Schadstoffe werden zur großen Umweltbelastung. Denn sind sie einmal im Abwassersystem, muss das Wasser aufwendig und kostspielig aufbereitet werden, um sauberes Trinkwasser zu erhalten. Außerdem gelangen dadurch umweltschädliche Stoffe ins Abwasser und schließlich in die Weltmeere. Dort zerstören sie die Natur und gefährden auch Tiere.

1. Kontaktlinsen

Die Sehhilfen sollten auf keinen Fall in der Toilette landen. Eine Studie der Arizona State University hat herausgefunden, dass in Zeiten von Ein-Tages-Linsen trotzdem 15 bis 20 Prozent der US-amerikanischen Kontaktlinsenträger diese in der Toilette entsorgen. Wie alle Plastikartikel zersetzen sich die Linsen nicht vollständig, sondern bleiben als Mikroplastik im Meer zurück. Wasserlebewesen halten das für Futter und sterben daran. Der Grund: Plastik ist unverdaulich und beeinflusst das Verdauungssystem der Meerestiere, erklärt Forscher Varun Kelkar.

2. Medikamente

Sie gehören allenfalls in die Restmülltonne oder zurück in die Apotheke anstatt ins Waschbecken oder das WC. Laut „Verbraucherzentrale“ können in den Kläranlagen nicht alle Arzneiwirkstoffe korrekt abgebaut werden. Sie drohen, das Abwasser zu verunreinigen.

3. Kosmetika

Dazu zählen Bodylotions, die Mikroplastik enthalten, aber auch Glitzer-Lidschatten. Einmal im Waschbecken fortgespült, landen die winzigen Plastikteilchen schnell im Meer. Dort werden sie zu Mikroplastik zersetzt, als Futter erkannt und zum Todesurteil für Meeresgetier. Über die Nahrungskette liegt das dann später wieder auf dem Teller der Menschen, der damit Mikroplastik zu sich nimmt.

4. Haushaltschemikalien

Ziemlich ätzend können Rohrreiniger und Weichspüler sein, die über das WC oder Waschbecken entsorgt werden. Deren chemische Inhaltsstoffe können nicht nur Leitungen und Dichtungen zerfressen, wie die „Verbraucherzentrale“ schreibt, sondern auch das Abwasser und schließlich die Meere belasten. Noch schlimmer sind Lacke, Farben, Säuren und Laugen, die über das Abwassersystem ins Grundwasser, ins Meer und damit ins Maul verschiedenster Wasserlebewesen gelangen.

5. Hygieneartikel

Sie sollten in der Restmülltonne statt im WC entsorgt werden. Wandern etwa Binden, Kondome oder Feuchttücher doch dort hinein, können sie schnell Rohre oder Pumpen innerhalb der Kanalisation verstopfen, so die „Berliner Wasserbetriebe“. Das zieht einen enormen Aufwand in Sachen Reinigung und Aufbereitung nach sich. Andere feste Stoffe wie etwa Zigarettenkippen verunreinigen das Wasser zusätzlich durch ihre Giftstoffe.