Deutsche Anleihen: Renditen legen deutlich zu

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Anleihemarkt sind die Renditen am Donnerstag zum Handelsstart deutlich gestiegen. Zehnjährige Bundeswertpapiere rentierten mit minus 0,04 Prozent, während es am Vorabend noch minus 0,08 Prozent gewesen waren. Zinsauftrieb kam vor allem durch die Aussicht auf eine straffere Geldpolitik in den USA.

Die US-Notenbank Fed beließ ihren Leitzins nach ihrer Zinssitzung am Mittwochabend zwar vorerst stabil an der Nulllinie. Sie gab aber klare Signale für eine baldige Anhebung. Nach Worten von Notenbankchef Jerome Powell könnte es schon auf der nächsten Sitzung im März soweit sein. Außerdem deutete Powell den baldigen Einstieg in die Rückführung der durch Wertpapierkäufe aufgeblähten Fed-Bilanz an. Hintergrund der strafferen Ausrichtung ist die hohe Inflation von zuletzt sieben Prozent.

Besondere Aufmerksamkeit riefen Äußerungen Powells hervor, die an den Märkten als Hinweis auf eine rasche Zinsstraffung gedeutet wurden. So erklärte Powell, dass die Ausgangssituation heute anders sei als bei der letzten, eher vorsichtigen Zinswende der Fed ab dem Jahr 2015. Eine Frage, ob die Fed auf jeder der planmäßig noch sieben Zinssitzungen in diesem Jahr ihren Leitzins anheben könnte, ließ er offen. Allerdings sagte Powell auch, dass das Straffungstempo nicht vorbestimmt sei und von der konjunkturellen Entwicklung abhänge.

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