Das sind Deutschlands giftigste Tiere

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Vorsicht: giftige Tiere!
Um auf giftiges Getier zu stoßen, muss man nicht nach Australien fliegen. Auch in der hiesigen Natur finden sich giftige Tierarten aller Gattungen. Neben ausgewählten Reptilien, Amphibien und Fischen sollte man sich auch vor einigen Nagern und Nesseltieren in Acht nehmen. In dieser Galerie zeigen wir Ihnen die zehn giftigsten Tiere Deutschlands. (Bild: iStock / Michel VIARD) (iStock / Michel VIARD)
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Kreuzotter (Vipera berus)
Bei der Kreuzotter handelt es sich wohl um die berüchtigtste einheimische Giftschlange. Wahrscheinlich, da ihr Biss häufig zu Schwellungen und Schmerzen führt, allerdings auch Atemnot, Herzbeschwerden und selbst Lähmungen verursachen kann. Für die Viper ist es ein enormer Aufwand, das starke Gift zu produzieren, weshalb es behutsam eingesetzt wird. (Bild: iStock/ MikeLane45) (iStock/ MikeLane45)
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Bitte nicht anfassen!
Doch die Kreuzotter ist nicht aggressiv, vielmehr handelt es sich um eine scheue Schlange, die sich gerne verkriecht. Dabei ist sie in einem lückenhaften, aber großen Gebiet anzutreffen und von den Heidegebieten bis in süddeutsche Mittelgebirge verbreitet. Die Kreuzotter attackiert nur beim Versuch, sie anzufassen, oder falls man auf sie tritt. (Bild: IStock / Jamie_Hall) (IStock / Jamie_Hall)
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Aspisviper (Vipera aspis)
Deutlich seltener bekommt man in Deutschland die Aspisviper zu Gesicht, sie ist hierzulande ausschließlich im südlichen Schwarzwald beheimatet. Auch wenn das Gift der Aspisviper im Vergleich zu dem der Kreuzotter nur halb so stark ist, harmlos ist es keineswegs: Häufig tritt eine Schwellung auf, auch Atemnot und Herzbeschwerden sind möglich. (Bild: IStock / sal73it) (IStock / sal73it)
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Exot in Deutschland
Das hierzulande begrenzte Habitat der Aspisviper sorgt dafür, dass sie sich auf der Roten Liste bedrohter Tierarten wiederfindet. In anderen Ländern kommt sie häufiger vor: Die Westschweiz, Italien, Südfrankreich und Nordspanien gehören zu ihrem Lebensraum. (Bild: IStock / sal73it) (IStock / sal73it)
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Spitzmaus (Soricidae)
Die Anzahl giftiger Säugetiere ist äußerst überschaubar - doch die Spitzmaus zählt dazu. Und um gleich einen Irrtum auszuräumen: Die Spitzmaus ist keine Maus. (Bild: IStock / igreen_images) (IStock / igreen_images)
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Süß ist anders
Aber wieso ist die Spitzmaus giftig? Der Grund liegt in einem Sekret, welches der Insektenfresser unter der Zunge produziert und das für Tiere bis Mausgröße mitunter tödlich ist. Heißt: Für Menschen ist das Gift harmlos, allerdings können die entstehenden Schmerzen über den Biss hinaus anhalten. (Bild: IStock / MikeLane45) (IStock / MikeLane45)
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Wasserspinne (Argyroneta aquatica)
Nahezu jedes Kind weiß hingegen: Spinnen können giftig sein. Kein Wunder, dass manch einer sich von den Achtbeinern lieber fernhält. Hierzulande könnte man beispielsweise gut und gerne auf den schmerzhaften Biss der Wasserspinne verzichten. (Bild: iStock / koldunova) (iStock / koldunova)
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Abtauchen mit acht Beinen
Ihr Name legt es nahe - die Wasserspinne betrachtet in erster Linie das Wasser als ihre natürliche Umgebung. Eine spezielle Technik in Kombination mit einer selbst gewebten Taucherglocke sorgt dort für ihr Überleben. Vergleichen lässt sich der Biss einer Wasserspinne in etwa mit einem Wespenstich. (Bild: iStock/Lingkon Serao) (iStock/Lingkon Serao)
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Ammen-Dornfinger (Cheiracanthium punctorium)
Auf der Liste der giftigsten Tiere in Deutschland ist seit relativ kurzer Zeit auch der Ammen-Dornfinger zu finden. Der Klimawandel sorgte dafür, dass die nachtaktive Spinne vom Mittelmeerraum den Weg hierher fand und es sich vor allem auf Waldlichtungen, in Wiesen und Äckern gemütlich machte. (Bild: iStock / Macrowildlife) (iStock / Macrowildlife)
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Bissfolgen verschmerzbar
Panik muss man vor dem Tierchen, das vor allem in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg gesichtet wurde, aber nicht haben. Beschrieben wird der Biss meist als kaum wahrnehmbar bis vergleichbar schmerzhaft, ähnlich dem Stich einer Wespe oder Biene. Es gibt Berichte über ein Druckempfinden in den Lymphknoten der Achselhöhlen. Schüttelfrost, Fieber, Erbrechen und Schwindel kommen in seltenen Fällen vor. (Bild: iStock / fabioski) (iStock / fabioski)
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Feuersalamander (Salamandra salamandra)
Einst hat man den Feuersalamander mit dem wenig schmeichelhaften Spitznamen "kleiner Dämon" bedacht. Zur Verteidigung stößt er ein weißliches Sekret aus seinen Ohrendrüsen aus und auch hier gilt: Finger weg! Meist löst das Gift nur ein leichtes Brennen auf der Haut aus, bei Kindern oder Menschen mit sensibler Haut tritt mitunter Übelkeit auf. (Bild: iStock / qunamax) (iStock / qunamax)
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Kleiner Schuhverkäufer
Für Ihren geliebten Vierbeiner könnte es möglicherweise unangenehm werden: Unerfahrene Hunde und Katzen holen sich bei dem berühmten Wappentier eines Schuhhändlers schon mal eine Maulsperre, Genickstarre oder starken Speichelfluss ab. Diese Vorfälle nehmen mit der Zahl der Feuersalamander ab - die bedrohten Tiere werden "besonders geschützt". (Bild: IStock / David Castellano) (IStock / David Castellano)
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Schwarzblauer Ölkäfer (Meloe proscarabaeus)
Auch der Ölkäfer setzt giftiges Sekret zur Verteidigung ein - und auch hier sei dringend davon abzuraten, die Tierchen anzufassen. Es kann zur Bildung von Blasen und Nekrosen auf der Haut kommen, entzündete Schleimhäute sind möglich. Selbst Nierenschäden sind nicht komplett auszuschließen. (Bild: iStock / Rocco Umbescheidt) (iStock / Rocco Umbescheidt)
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Hier eine Seltenheit, dort eine Plage
In Ägypten genießt der Ölkäfer keinen guten Ruf. Während er dort erst im 20. Jahrhundert einwanderte und als Schädling gilt, der sich die Feldfrüchte schmecken lässt, nimmt sein Bestand hierzulande ab. Er bevorzugt unbewirtschaftete Wiesen als Lebensraum, allerdings werden die in Deutschland zunehmend seltener. (Bild: iStock / nedomacki) (iStock / nedomacki)
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Gelbbauchunke (Bombina variegata)
Das natürliche Habitat der Gelbbauchunke wird ebenfalls seltener. Für Amphibien typisch ist sie in weiten, feuchten Wiesen sowie Tümpeln und Teichen zu Hause. Warum der Frosch in dieser Galerie auftaucht? Er sondert ein flüchtiges Toxin über die Haut ab. (Bild: iStock / SzymonBartosz) (iStock / SzymonBartosz)
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Kaum Gefahr
Das Gift des kleinen Froschlurchs löst beim Menschen nicht mehr als gereizte Augen aus - wenn überhaupt. Vornehmlich dient es nämlich dazu, sich fiese Fressfeinde vom Leib zu halten. (Bild: iStock/bobyci) (iStock/bobyci)
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Petermännchen (Trachinidae)
Da ist eine ungewollte Begegnung mit dem Petermännchen schon ein ganz anderes Kaliber, denn seine Giftstacheln bergen die Gefahr heftiger Schmerzen. Da sich der Fisch im sandigen Meeresboden einbuddelt, sollte man besser aufpassen, wo man hintritt. (Bild: iStock/Arnaud Abadie) (iStock/Arnaud Abadie)
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Garstiges Fischlein
Damit nicht genug: Zu den möglichen Beschwerden der Vergiftung gehören sogar Schwindel und Herzrasen sowie Übel- und Bewusstlosigkeit. Aus diesem Grund nicht zögern, schnell raus aus Nord- oder Ostsee, und schnellstmöglich ab zum Arzt. (Bild: iStock/scubaluna) (iStock/scubaluna)
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Gelbe Haarqualle (Cyanea capillata)
Im Vergleich zu den ungleich gefährlicheren Quallen, die sich in den Weltmeeren tummeln, kommt die Gelbe Haarqualle recht harmlos daher. Dennoch kann eine Begegnung mit ihr schmerzhaft sein, deshalb sollte man in Nord- und Ostsee die Augen offenhalten. (Bild: iStock/RLSPHOTO) (iStock/RLSPHOTO)
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Es brennt
Denn auf die Rötungen und Schwellungen auf der Haut, die im Falle einer Berührung auftreten, können Schwimmer gut und gerne verzichten. Für "Opfer" fühlt sich der Schmerz wie eine Verbrennung an - und wie eine Verbrennung wird die betroffene Stelle auch behandelt. (Bild: iStock/Mark Castiglia) (iStock/Mark Castiglia)

Klar, vergleicht man es mit dem australischen Outback, sind giftige Tiere hierzulande eher selten und zum Großteil harmlos. Doch die Galerie zeigt, dass es auch hier Fische, Reptilien, Amphibien, Insekten, Nesseltiere und selbst Säugetiere gibt, um die man lieber einen Bogen machen sollte.